Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nischenanwendungen und Wachstumspotenzial in Osteuropa bringen den europäischen Markt für Polymer-Blends in Schwung

19.07.2010
Der durch die globale Wirtschaftskrise im Jahr 2009 stark angeschlagene europäische Markt für Polymer-Blends und –Polymer-Legierungen befindet sich inzwischen wieder im Aufschwung, und dies hauptsächlich dank des hohen Wachstumspotenzials in Osteuropa, speziell im Bereich von Elektronikanwendungen.

Es sind hierbei vor allem die Bereiche Elektronikgehäuse und computerbezogene Anwendungen, in denen sich die stärkste Entwicklung für Polymer-Blends und speziell für Polycarbonat-Blends abzeichnet. Aber auch biobasierte Polymer-Blends sind aufgrund der weltweit eskalierenden Umweltproblematiken durchaus auf Erfolgskurs.

Laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.chemicals.frost.com) dürften die Umsätze im europäischen Markt für Polymer-Blends und Polymer-Legierungen von 346 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 453 Millionen Euro im Jahr 2016 ansteigen. Die in dieser Studie erfassten Anwendungsbereiche sind: Transportwesen, Elektronik, Konsumgüter, Bau- und Industrieanwendungen.

“Die Branche für Elektronikgehäuse, einschließlich der für Gehäuse für IT-bezogene Produkte wie PCs und Laptops, dürften die vorrangigen Wachstumstreiber für den europäischen Markt für Polymer-Blends und –Legierungen sein. Denn globale Hersteller von Elektronik- und IT-Produkten verlagern ihre Produktionsstätten immer mehr nach Osteuropa, da dort bessere Standards zur Qualitätssicherung bestehen als in Asien,” erläutert Research Analyst Aniruddh Menon von Frost & Sullivan.

Das Potenzial für Wachstum haben ebenfalls bio-basierte Polymer-Blends. Die Unternehmen in diesem Markt erweitern das Produktprogramm rasch von Kunststofftüten und Verpackungsmaterial auf Hochleistungs-anwendungen, den wichtigsten Antriebskräften bei der Ersetzung von technischen Kunststoffen und Rohkunstoffen durch bio-basierte oder biologisch abbaubare Kunststoffe.

Blend-Hersteller müssen jedoch neue Anwendungsbereiche für Polymer-Blends erschließen. Polymer-Blends sind aufgrund der höheren Verarbeitungskosten teurer als Basispolymere. Wenn Unternehmen ihre Budgets kürzen, greifen sie dafür auf modifizierte Basispolymere zurück, wie langes glasfaserverstärkte Polypropylen oder ABS, und das vor allem in volumenstarken Anwendungen wie im Automotive-Bereich. Diese Polymere bieten ähnliche Leistungsmerkmale wie Polymer-Blends. Es ist daher notwendig, Nischenanwendungen zu finden, in denen Polymer-Blends nicht durch Basispolymere ersetzt werden können. Zusätzlich verschärft die wachsende Präsenz asiatischer Anbieter von Polymer-Blends in Osteuropa den Wettbewerb, und es wird dadurch für europäische Hersteller zusehends schwieriger, ihren Marktanteil auszuweiten.

„Obwohl im aktuellen Marktszenario für Hersteller von Polymer-Blends nicht mit Wachstum zu rechnen ist, dürfte die Nachfrage nach 2012 wieder ansteigen, sobald die Hersteller der Automotive- und Elektronikbranche ihre Budgets gegenüber dem Zeitraum 2008-2010 zu erweitern beginnen. Dies wird dazu führen, dass einige Hersteller trotz der höheren Preise auf Polymer-Blends setzen werden, da diese bessere Werkstoffeigenschaften aufweisen, als Basispolymere“, erklärt Menon.

Bis dahin sollten Hersteller von Polymer-Blends eng mit den Kunden zusammenarbeiten, um alternative Anwendungsmöglichkeiten für Polymer-Blends ausfindig zu machen. Eine viel versprechende Investition für Unternehmen stellen zum Beispiel bio-basierte Polymer-Blends dar, da durch das steigende Umweltbewusstsein und entsprechende staatliche Vorschriften die Nachfrage nach umweltverträglichen Produkten, die in technischen Anwendungen eingesetzt werden können, stark vorangetrieben wird.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans aktueller Studie zum Europamarkt für Polymer-Blends, wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Die Studie European Polymer Blends and Alloys Markets ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Chemicals & Materials, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Global Bio-based Plastics Market, Global Markets for Plastics in Passenger Vehicles, und European Market for Materials for Energy-efficient Buildings. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie:
European Polymer Blends and Alloys Markets (M44E)
Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie