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Neuer Altersdatenreport zeigt Defizite in der beruflichen Weiterbildung Älterer

20.01.2009
Ältere Beschäftigte sind an beruflicher Weiterbildung nur unzureichend beteiligt. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt das neue Heft der Reihe GeroStat Report Altersdaten zum Thema "Bildung und Alter". Der Report fasst Daten verschiedener Statistiken und Untersuchungen zum Bildungsniveau und zur Bildungsbeteiligung älterer Menschen zusammen.

Es ist inzwischen Allgemeinwissen, dass der demografische Wandel unsere Gesellschaft von Grund auf verändern wird. Die Deutschen werden länger arbeiten und sie werden sich darauf vorbereiten müssen. In der bildungspolitischen Diskussion ist deshalb das lebenslange Lernen eine zentrale Forderung.

Aber wie sieht die Realität in der Weiterbildung jenseits der Absichtserklärungen aus?

Die Daten der großen empirischen Weiterbildungsuntersuchungen in Deutschland "Berichtssystem Weiterbildung" (BSW) und "Adult Education Survey" (AES) lassen keinen Zweifel: Bislang sind die älteren Beschäftigten eine Randgruppe der Weiterbildung. Nur 19 Prozent der 50- bis 64-Jährigen nehmen nach den Daten des BSW innerhalb eines Jahres an beruflicher Weiterbildung teil. Das sind viel weniger als in der Vergleichsgruppe der 30- bis 49-Jährigen mit 31 Prozent.

Der gleiche Fakt spiegelt sich auch bei den Weiterbildungsangeboten der Unternehmen wider: Nur sechs Prozent aller Unternehmen mit älteren Beschäftigten beziehen diese in die betriebliche Weiterbildung ein, ergeben Analysen des IAB-Betriebspanels. Spezielle Weiterbildungsangebote für Ältere gibt es nur im Ausnahmefall - in einem Prozent der Betriebe.
Ausführlichere Fakten hierzu und weitere Ergebnisse verschiedener Statistiken und Studien stellt der neue Report Altersdaten vor.

Aus dem Inhalt:

o Bildungsstand älterer Menschen
o Teilnahme an Weiterbildung
o Zeitaufwand für Weiterbildung
o Weiterbildungsangebote der Unternehmen
o Weiterbildungsbedarf und -barrieren
o Bildung in Volkshochschulen
Die Reihe GeroStat Report Altersdaten wird zu unterschiedlichen alter(n)swissenschaftlichen Themen vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) Berlin herausgegeben. Die Reports sind auf der Website des DZA (www.dza.de) als kostenloser Download verfügbar (unter Informationsdienste - GeroStat - Sozialberichterstattung).
Kontakt:
Sonja Menning, Deutsches Zentrum für Altersfragen
Tel: +49 (30) 260 740 63
E-Mail: über Kontaktformular auf www.dza.de (unter Informationsdienste - GeroStat)

Andreas Motel-Klingebiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.dza.de

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