Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie untersucht Zusammenhang zwischen sozialen Ängsten und sozialer Intelligenz

24.03.2009
Für die Studie "Soziale Ängste und soziale Intelligenz" an der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie werden noch Teilnehmer gesucht

Eine Untersuchung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz will dem Zusammenhang zwischen sozialen Ängsten und sozialer Intelligenz nachgehen.

"Soziale Ängste kommen häufiger vor, als man denkt", erklärt Dipl.-Psych. Sandra Becker vom Institut für Psychologie. Zwischen 4 und 14 Prozent der Bevölkerung - die Angaben schwanken je nach Untersuchung - haben Angst vor sozialen Situationen.

Ob diese Ängste mit der sozialen Intelligenz der Betroffenen in irgendeinem Zusammenhang stehen, soll nun im Rahmen einer Doktorarbeit erforscht werden. Dazu werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Gruppen der Bevölkerung gesucht.

Soziale Ängste oder soziale Phobien sind ein Krankheitsbild, das schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt ist. Die Betroffenen fürchten sich davor, in sozialen Situationen durch peinliches Verhalten oder durch körperliche Symptome wie Zittern und Schwitzen aufzufallen. Häufig haben sie Angst, von ihren Mitmenschen abgelehnt zu werden, und setzen sich Situationen mit anderen Menschen dann nur extrem ungern aus. "Einige versuchen auch, das irgendwie durchzustehen und auszuhalten. In schlimmen Fällen gehen die Betroffenen aber überhaupt nicht mehr aus dem Haus", erläutert Becker. Häufig geht die soziale Phobie mit anderen Erkrankungen wie Depressionen einher. Mit Verhaltenstherapie, so hat sich gezeigt, sind soziale Ängste jedoch meistens sehr gut zu behandeln.

Weil sich die Forschung in den letzten Jahren mehr auf die emotionale Intelligenz konzentriert hat und die soziale Intelligenz mit den verfügbaren Tests nicht ausreichend erfasst werden konnte, gibt es über die möglichen Zusammenhänge zwischen sozialer Intelligenz und sozialen Ängsten bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Nun steht mit dem Magdeburger Test zur sozialen Intelligenz seit 2008 ein geeignetes Instrument zur Verfügung, das eine Erhebung verschiedener Parameter möglich macht. Ermittelt werden dabei unter anderem Daten zum sozialen Verständnis, zur sozialen Wahrnehmung und zum sozialen Gedächtnis.

Die jetzt geplante Studie wird in der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Mainz mit insgesamt 150 bis 160 Versuchspersonen durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen einen möglichst repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen, allerdings nicht älter als 65 Jahre sein. Die Untersuchung findet vom 6. bis 9. April 2009 auf dem Campus der Universität Mainz statt und dauert ca. 4 Stunden, wahlweise am Vormittag von 9:00 bis 13:00 Uhr oder nachmittags von 14:00 bis 18:00 Uhr. Die Aufwandsentschädigung beträgt 20 Euro. Interessierte Teilnehmerinnen oder Teilnehmer können sich unter der Telefonnummer 06131 39-27351 oder per E-Mail an beckersa@uni-mainz.de informieren.

Kontakt und Informationen:
Dipl.-Psych. Sandra Becker
Psychologisches Institut
Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-27351
Fax 06131 39-24623
E-Mail: beckersa@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinische-psychologie-mainz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit