Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Roland-Berger-Studie zeigt gute Wachstumschancen für Umwelt-Dienstleistungen

21.07.2009
Gabriel: „Dienstleister der Umwelttechnik-Branche sind Motor für Innovationen“

Umwelt-Dienstleistungen werden immer wichtiger. Zur Veröffentlichung erster Ergebnisse einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Dienstleister in der Umwelttechnik-Branche sind Motor für Innovationen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften, zur Energie- und Ressourceneffizienz und damit zur Wettbewerbsfähigkeit der Branche.“

Das gesamte Marktvolumen der Dienstleistungen in der Umwelttechnik lag im Jahr 2008 bei 123 Milliarden Euro. Es dürfte durchschnittlich um 7,7 Prozent pro Jahr weiter wachsen. Gabriel: „Die große Herausforderung für den deutschen Dienstleistungssektor ist die starke Konkurrenz auf den internationalen Märkten.“ Während Deutschland bei Exporten von Umwelttechnologien weltweit führend sei, treffe das für die Dienstleistungen noch nicht zu.

„Unser Ziel muss es sein, das vorhandene Potenzial der deutschen Umwelt-Dienstleister voll auszuschöpfen. Das Umweltministerium unterstützt diese Unternehmen mit seinen Exportiniativen dabei, stärker zu werden und in vielen Fällen auch professioneller aufzutreten“, so Gabriel.

Das Gesamtmarktvolumen der Umwelt-Dienstleistungen wird nach der Studie auf 300 Milliarden Euro im Jahr 2020 zulegen. Derzeit sind hier etwa 860.000 Menschen beschäftigt. Dies entspricht 74 Prozent aller in der Umwelttechnik-Branche beschäftigten Personen. Im Jahr 2020 wird der Dienstleistungssektor über 1,68 Millionen Beschäftigte zählen.

Ein wichtiger Bereich ist dabei die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Ihre Potenziale für die Einsparung von Energie und Ressourcen sind immens. Das gilt für einen niedrigeren Stromverbrauchs der IKT selbst als auch für die effizientere Steuerung von Prozessen und Anlagen. Um hier mehr zu erreichen, hat das Bundesumweltministerium „Green IT“ zu einem programmatischen Schwerpunkt gemacht und unter anderem das Förderprogramm „IT goes green“ aufgelegt. Ziel ist es, bislang nur in kleinem Maßstab eingesetzte effiziente Verfahren weiter zu verbreiten. Im Fokus stehen dabei energie- und materialeffiziente Rechenzentrums-Infrastrukturen, innovative Lösungen bei Hard- und Software sowie der Einsatz von Thin Clients, bei denen sämtliche Anwendungen von einem Server ausgeführt werden. Dadurch sind an den Arbeitsplätzen keine voll ausgestatteten PC und keine Programminstallationen erforderlich, was Strom und Kosten spart.

Die Studie „Dienstleistungen in der Umwelttechnik-Branche“ wird durch Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt. Sie stellt in einem ersten Überblick die Dienstleistungen in der Umwelttechnik-Branche strukturiert dar und arbeitet ihre Besonderheiten heraus.

In einem Hintergrundpapier, das unter www.bmu.de verfügbar ist, sind die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Die vollständige Studie wird in Kürze veröffentlicht. Sie wird sowohl als Druckversion als auch über die Homepage des BMU zur Verfügung gestellt.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie