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Das neue Carsharing-Barometer des AIM: Eine gewandelte Mobilitätsdienstleistung auf dem Vormarsch

21.11.2011
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des AIM zeigen, dass sich die Mehrheit der Befragten vorstellen kann, Carsharing zu nutzen; für rund ein Drittel könnte sich Carsharing langfristig zu einer Alternative zum Autokauf entwickeln. DB Carsharing und car2go sind die bekanntesten Carsharing-Marken. Als passendste Automarke für Carsharing wird smart angesehen, gefolgt von Newcomer Volkswagen.

Das aktuelle Carsharing-Barometer des Automotive Institute for Management (AIM) zeigt, dass sich Carsharing auch bei leidenschaftlichen Autofahrern auf dem Vormarsch befindet. So kennt mehr als jeder Zweite Carsharing und der überwiegende Teil verfügt über ein korrektes Verständnis dieser Mobilitätsdienstleistung. Im Rahmen der Studie wurden rund 400 Autofahrer zu ihrer Wahrnehmung von und ihren Einstellungen gegenüber Carsharing befragt.

„Der Markt für Carsharing befindet sich derzeit massiv im Wandel“, so Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, akademischer Direktor des AIM. Gerade die Markteintritte der großen Automobilhersteller wie Daimler mit car2go, BMW mit DriveNow und VW mit Quicar führen zu einem deutlichen Ausbau des Angebots in deutschen Großstädten und Metropolregionen sowie weltweit. So ist car2go mit einem auf dem smart fortwo basierenden Carsharing-Konzept bereits in Ulm, Hamburg, Austin, Vancouver, San Diego und Amsterdam aktiv – in den beiden letztgenannten Städten handelt es sich zudem um Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Erst kürzlich wurde zudem der Aufbau der weltweit größten Elektro-Flotte für Stuttgart angekündigt. DriveNow ist derzeit in München und Berlin verfügbar, Quicar nimmt in Kürze den Betrieb in Hannover auf. „Für ein nachhaltig erfolgreiches Wachstum ist es jedoch entscheidend, dass neue Nutzerschichten erschlossen werden, daher wurden in unserer Studie gezielt die Sichtweisen leidenschaftlicher Autofahrer berücksichtigt“, so Prof. Dr. Esch weiter.

So wurden für die Studie Besucher der IAA 2011 in Frankfurt am Main befragt. Die große Gruppe derer, die Carsharing kennen, verdeutlicht das ausgeprägte Bewusstsein für diese Mobilitätsdienstleistung. Während der Anteil der Carsharing-Nutzer in dieser Gruppe noch sehr gering ausfällt, können sich zwei Drittel vorstellen, Carsharing in Zukunft auch zu nutzen. Und rund ein Drittel ist der Ansicht, dass sich Carsharing für sie langfristig zu einer Alternative zum Autokauf entwickeln könnte. „Hier zeigt sich bereits ein deutliches Kundenpotenzial“, so Prof. Dr. Tobias Schäfers, Juniorprofessor am AIM und Leiter der Studie. Wichtigste Kriterien für eine Nutzung wären jedoch, dass ausreichend Fahrzeuge verfügbar wären und diese auch spontan und überall genutzt werden könnten. „Gerade der Aspekt der spontanen Nutzbarkeit, den neue Anbieter wie car2go und DriveNow ihren Kunden bieten, wird als wichtig angesehen“, so Prof. Dr. Schäfers. Insgesamt wird Carsharing als interessant, modern, hilfreich und zeitgemäß wahrgenommen, aber teilweise auch als uncool. „Eine Herausforderung besteht darin“, so Prof. Dr. Esch, „Carsharing als eine coole, urbane Lifestyle-Dienstleistung zu positionieren, die neue Technologien nutzt und emotional kommuniziert wird als ‚Carsharing 2.0’.“

Bei den existierenden Carsharing-Marken verfügen DB Carsharing und car2go mit deutlichem Abstand über die größte Bekanntheit. „Die Tatsache, dass car2go als relativ junge Marke mit derzeit eingeschränktem regionalen Fokus fast so bekannt ist wie die bundesweit präsente DB Carsharing zeigt, dass dieses innovative Konzept für Aufmerksamkeit sorgt,“ so Prof. Dr. Schäfers. Vor dem Hintergrund der auf einzelne Automarken festgelegten Carsha-ring-Angebote der Automobilhersteller wurde zudem untersucht, wie gut verschiedene Automarken zu Carsharing passen. Den Marken-Fit-Index führt die Marke smart ganz klar an, gefolgt von VW und MINI. Der geringste Marken-Fit für Carsharing wird indes den Premium-Marken BMW, Audi und Mercedes bescheinigt.

Insgesamt zeigt das Carsharing-Barometer, dass die modernisierte und flexible Mobilitätsdienstleistung über gute Voraussetzungen für die weitere Gewinnung neuer Nutzer verfügt. Zudem ermöglichen die Studienergebnisse Ableitungen zur idealen Positionierung bestimmter Angebote und Marken.

Weitergehende Ausführungen zum Thema:
Esch, F.-R. / Schäfers, T. / Derkum, F.: Carsharing 2.0.
Esch, F.-R. / Schäfers, T. / Derkum, F.: Carsharing – Vom Schatten ins Licht.
Das aktuelle AIM Carsharing-Barometer sowie weitere Informationen zur Pressemeldung sowie die oben genannten weiterführenden Texte erhalten Sie bei:
EBS Business School
Automotive Institute for Management (AIM)
c/o Thorsten Wagner
Head of Communication and PR
Rheingaustr. 1
65375 Oestrich-Winkel
Tel.: +49 611 7102-2076
Fax: +49 611 710210-2076
E-mail: thorsten.wagner@ebs.edu

Andreas Fritz | idw
Weitere Informationen:
http://www.aim-ebs.edu/

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