Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die NEPS-Studie - Studierende als "Hauptdarsteller" gesucht

28.10.2010
Im Wintersemester startet die große NEPS-Studierendenuntersuchung an den deutschen Hochschulen. NEPS steht für „National Educational Panel Study“ - zu Deutsch: Nationales Bildungspanel - und wird an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter der Leitung des Soziologen Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld koordiniert. Über 150 Forscherinnen und Forscher arbeiten in dem Projekt zusammen.

Bund und Länder unterstützen die NEPS-Studie. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhalten rund 850 Studienanfänger Fragebögen und sind somit durch ihre Mitwirkung am Erfolg der Studie beteiligt.

Die bislang größte Bildungsstudie in Deutschland betrachtet Bildung erstmals über die gesamte Lebensspanne hinweg - vom Neugeborenenalter über Kindergarten und Schule, Berufsausbildung und Studium bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. So entsteht eine Serie von Dokumentaraufnahmen des Bildungswesens, die nacheinander betrachtet wie ein Film eine Geschichte erzählen können.

Im November beginnt die Befragung der Studierenden, die vom HIS Hochschul-Informations-System konzipiert und vom infas-Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt wird. „Hauptdarsteller“ dieser Szenenfolge sind repräsentativ ausgewählte Studienanfängerinnen und Studienanfänger des Winterssemesters 2010/11, die auf dem Weg durch das Studium bis in den Beruf hinein begleitet werden. Der Erfolg der großen „Bildungserzählung“ hängt ganz entscheidend davon ab, dass möglichst viele an ihr mitwirken.

Seit PISA gibt es in Deutschland eine Welle an bildungssoziologischen und erziehungswissenschaftlichen Untersuchungen, die eine breite bildungspolitische Debatte ausgelöst haben. „Die bisherigen Studien haben allerdings den gravierenden Nachteil, dass sie fast ausschließlich nur im Querschnitt erhoben worden sind. Für ein Verständnis kausaler Ursachen ist aber der zeitliche Verlauf entscheidend“, sagt Reinhold Sackmann, Soziologieprofessor an der Martin-Luther-Universität, der sich in Halle um das Projekt kümmert. „Die Ergebnisse dieser Studie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit entscheidend unser Wissen über grundlegende Bildungsprozesse verändern und Hilfen zur Analyse der Stärken und Schwächen des deutschen Bildungssystems bieten.“

Dr. Hildegard Schaeper, Leiterin des NEPS-Teams am HIS-Institut für Hochschulforschung in Hannover, legt großen Wert darauf, dass ein möglichst umfassendes und repräsentatives Bild des Studierens entsteht: „Die große Bildungs,geschichte', die das NEPS erzählt, wird es ermöglichen, auch interessante und oft übersehene Typen von Bildungsbiografien zu beleuchten.“

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gehören schätzungsweise 850 Studienanfängerinnen und Studienanfänger zu der bundesweit für alle Fachrichtungen in einem Zufallsverfahren repräsentativ gezogenen Stichprobe. Sie bekommen in den nächsten Wochen von der Universität einen Fragebogen zugeschickt oder erhalten ihn in einer Erstsemesterveranstaltung. Die späteren Befragungen werden dann am Telefon oder online durchgeführt.

Weitere Informationen zur NEPS-Studie „Bildungsverläufe in Deutschland“ im Allgemeinen und zur Studierendenbefragung „Hochschulstudium und Übergang in den Beruf“ sind unter http://www.neps-studie.de verfügbar.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reinhold Sackmann
Institut für Soziologie der MLU
Telefon: 0345 55 24252
E-Mail: reinhold.sackmann@soziologie.uni-halle.de
Dr. Hildegard Schaeper
HIS Hochschul-Informations-System GmbH
Telefon: 0511 1220-150
E-Mail: schaeper@his.de
Ilka Gräber
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn
Telefon: 0800 66 47 436 (kostenfrei)
E-Mail: neps7@infas.de

Ute Olbertz | idw
Weitere Informationen:
http://www.neps-studie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie