Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanoprodukte sind Innovationsmotoren für den Standort Deutschland

21.09.2011
Studie zeigt: Dynamische Innovationscluster und die Nähe zu Anwendermärkten erhöhen Attraktivität des Standorts Deutschland

Nanotechnologie macht es möglich: Die winzigen Partikel können Funktionen und Leistungen von technologischen Produkten erheblich erweitern und steigern. Beispielsweise erhöht sich die Energiedichte von Lithium-Ionen-Batterien durch nanostrukturierte Elektroden, Biochips mit nanoskaligen Strukturen ermöglichen eine präzisere Diagnostik von Krankheitserregern, während Kompositmaterialien durch Kohlenstoffnanoröhren (CNT) neue Funktionen erhalten. Zahlreiche Produkte wären ohne den Einsatz nanoskaliger Komponenten und Verfahren nicht mehr konkurrenzfähig.

Über Nanotechnologie als Innovationsmotor für den Standort Deutschland informiert die aktuelle Studie der VDI Technologiezentrum GmbH sowie der Prognos AG. Erarbeitet wurde die Studie im Auftrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Hans-Böckler-Stiftung.

Anhand von sechs Produktgruppen aus drei Industriesektoren, die auf Nanotechnologie basieren, analysiert die Studie den Stand der Technik und der Produktion in der Nanotechnologie sowie ihre Bedeutung insgesamt für den Industriestandort Deutschland. Dabei zeigt die Analyse relevante Standortfaktoren für die Nanotechnologie und die internationale Arbeitsteilung in dieser Branche sowie Risikowahrnehmung und Sicherheitsforschung auf. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf dem nationalen Markt, darüber hinaus wird auch der internationale Kontext betrachtet.

Die Studie zeigt, dass zahlreiche Produkte, die auf Nanotechnologie basieren, bereits auf dem Markt sind und teilweise in Serie gefertigt werden, wie etwa Nanomembranen in der Dialyse oder einige Biochips für biochemische Tests. Andererseits befinden sich auch noch sehr viele Produkte im Entwicklungs- oder Prototypenstadium und werden bestenfalls als Einzelanfertigungen hergestellt. Dazu gehören zum Beispiel nanooptimierte Lithium-Ionen-Batterien oder Anwendungen in der Organischen Photovoltaik.

Bereits in den nächsten drei Jahren ist mit dem Markteintritt einer ganzen Reihe dieser neuen, auf Nanotechnologie basierenden Produkte zu rechnen. Insbesondere Nanosilber-Produkte befinden sich vergleichsweise weit in der Entwicklung. Ähnlich verhält es sich mit CNT-haltigen Produkten. Mittelfristig sind nach Expertenaussagen allerdings auf Nanotechnologie basierende „Blockbuster“-Produkte nicht zu erwarten.

Die Studie zeigt auch, dass es kontinuierlicher Anstrengungen aller Akteure, wie Forschung, Wirtschaft und Politik und eines vertieften gesellschaftlichen Diskurses bedarf, um diese Innovationen zum Vorteil für den Standort Deutschland nutzen zu können. Bewährt haben sich dabei unter anderem sogenannte runde Tische, um Chancen und Risiken nanotechnologischer Anwendungen systematisch zu erörtern oder Branchendialoge, um die Potenziale der Nanotechnologie auch für klassische Industrien nutzbar zu machen.

Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:

Dr. Vera Grimm / Dr. Norbert Malanowski
Zukünftige Technologien Consulting der
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
D-40468 Düsseldorf
Fon: + 49 (0) 211 62 14 - 189
Fax: + 49 (0) 211 62 14 - 139
grimm@vdi.de
http://www.zt-consulting.de
Bestellinformationen:
Die im Auftrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Hans-Böckler-Stiftung angefertigte Studie ist broschiert im Nomos-Verlag erschienen und kann dort kostenpflichtig bezogen werden unter:

http://www.nomos-shop.de/13632

Dr. Anja Mikler | idw
Weitere Informationen:
http://www.zt-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise