Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie nachhaltig sind Eishockeystadien?

03.05.2010
Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt während der Weltmeisterschaft

Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) werden während der diesjährigen WM die Nachhaltigkeit der Sportstätten auf den Prüfstand stellen. Für eine aufwändige Studie werden die Stadien an den Kategorien Ökologie, Ökonomie und Soziales gemessen.

Der Anstoß zu dem Projekt kam von Dr. Beate Grupp, Mitglied im Präsidium und Rat der International Ice Hockey Federation IIHF. Fünf Studierende des HfWU-Studienganges Energie- und Ressourcenmanagement werden während des Turniers zunächst erfassen, wie es derzeit um die Nachhaltigkeit der deutschen Stadien steht. Betreut wird die Arbeit von der Leiterin des Studienganges Professor Dr. Lisa Schwalbe. Alle Gäste der Eishockey-WM müssen Fragebögen ausfüllen: die Spieler, die Betreuer, die Zuschauer, das Catering und die Techniker. Die Fragen der Studierenden betreffen die An- und Abfahrt und den Aufenthalt im jeweiligen Stadion. Für die Umweltaspekte werden Informationen zu Energie, Trinkwasser, Material, Abfall, Abwasser und Schallschutz abgefragt.

Bei den sozialen Aspekten richten die Studierenden ihr Augenmerk darauf, wie mit behinderten Menschen und Kindern umgegangen wird, wie die Verpflegung, sanitäre Einrichtungen, Arbeitszeiten der Beschäftigten, Arbeitsunfälle und ihre ärztliche Versorgung geregelt sind. Zuletzt geht es um wirtschaftliche Fragen. Wie hoch sind zum Beispiel die Kosten für die Energieversorgung oder für die Abfallentsorgung? Für die Studie werden die Studierenden die Ergebnisse aus den Befragungen strukturieren und aufbereiten. Am Ende stehen dann für die Veranstalter detaillierte und brauchbare Kennzahlen, die dabei helfen sollen, Empfehlungen für kommende Eishockey-Weltmeisterschaften zu formulieren, um die Nachhaltigkeit solcher Großveranstaltungen zu verbessern.

Von den Ergebnissen sollen künftige Ausrichter der Eishockey Weltmeisterschaften im Hinblick auf die Nachhaltigkeit profitieren. Sie erhalten in einem Anforderungsprofil Leitlinien zur Nachhaltigkeit, die dann den jeweiligen nationalen Verhältnissen bei den geplanten Spielen entsprechen. Auf die Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt wartet viel Arbeit: Ende Juni dieses Jahres soll ein Zwischenbericht fertig gestellt sein. Der Endbericht soll dann im Herbst vorliegen.

Gerhard Schmücker | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfwu.de/

Weitere Berichte zu: Eishockeystadien Nachhaltigkeit Weltmeisterschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics