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Multitasking-Test verbessert Alzheimer-Diagnose

10.11.2009
Zwei Aufgaben können nur schwer gleichzeitig gelöst werden

Ein Multitasking-Test kann helfen, die Symptome einer Depression von denen einer frühen Alzheimer-Erkrankung zu unterscheiden. Das haben Wissenschaftler der University of Edinburgh entdeckt. Menschen, die an Alzheimer erkranken, leiden an einer Beeinträchtigung des logischen Denkens und des Gedächtnisses.

Diese Symptome könnten fälschlicherweise auch einer Depression zugeschrieben werden. In Folge erhalten die Betroffenen nicht so rasch wie möglich die erforderliche Behandlung. Eine Möglichkeit zur Unterscheidung der beiden Krankheiten ist, die Patienten zu ersuchen, zwei verschiedene Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Details der Studie wurden im Journal of Neurology veröffentlicht.

Schlechteres Abschneiden bei Alzheimer

Das Team um Sergio Della Sala verglich die Fähigkeit zum Multitasking bei drei Gruppen: Alzheimer-Patienten, chronisch Depressiven und gesunden älteren Menschen ohne Beeinträchtigung des Gedächtnisses. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen mit Alzheimer deutlich schlechter abschnitten als die beiden anderen Gruppen.

Diese Ergebnisse veränderten sich auch nicht, als Unterschiede in der Gedächtnisleistung zwischen den einzelnen Menschen berücksichtigt wurden. Allein in Großbritannien leiden laut BBC rund 700.000 Menschen an Demenz, mehr als die Hälfte sind an Alzheimer erkrankt.

Erstmals Multitasking bei Alzheimer und Depressionen verglichen

Susanne Sorensen, die wissenschaftliche Leiterin der Alzheimer's Society, betonte, dass die aktuelle Studie die erste sei, die das Abschneiden bei zwei gleichzeitigen Aufgabe bei Alzheimer und Depressionen verglichen habe. Damit könnte eine Möglichkeit für eine frühere Diagnose einer Demenz geschaffen werden. Derzeit erhielten bis zu zwei Drittel der Menschen mit Demenz nie eine offizielle Diagnose.

Bei ihnen würde fälschlicherweise häufig eine Depression festgestellt. Della Sallas Team arbeitet an einem einfachen Test, der es den Ärzten leichter machen soll, Alzheimer von normalen Alterserscheinungen und Depressionen zu unterscheiden.

Mit früherer Diagnose die Krankheit besser verstehen

Eine frühe Diagnose sei laut Sorensen entscheidend, da sie den Betroffenen ermöglichen könnte, ihre Krankheit zu verstehen, ihnen den Zugang zu den notwendigen Medikamenten erleichtert und es ihnen auch erlaubt, ihre weiteren Schritte zu planen. Die Studie der University of Edinburgh wurde von der Alzheimer's Society finanziell unterstützt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ed.ac.uk
http://www.springerlink.com/content/100440
http://alzheimers.org.uk

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