Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne Stadtkultur als eine Triebfeder gesellschaftlicher Modernisierung

04.11.2010
Der Bremer Kunst- und Kulturwissenschaftler Professor Michael Müller veröffentlicht seine Studie über die „Kultur der Stadt“ in Zeiten medialer und kapitalistischer Globalisierung.

Das Street View-Auto von Google fährt durch deutsche Städte und nimmt Häuser, Plätze, Straßen auf, um sie im Internet für jeden zu jeder Zeit virtuell zugänglich zu machen. Ist das eine neue Variante der Globalisierung urbaner Kultur, deren Auswirkung auf unser Bild von Stadt und die von uns gelebte Urbanität wir kaum noch zu ermessen in der Lage sind?

Michael Müller, Hochschullehrer für Kunst- und Kulturgeschichte an der Universität Bremen, analysiert in seiner jüngsten Veröffentlichung „Kultur der Stadt. Essays für eine Politik der Architektur“ moderne Kultur- und Raummodelle sowie Ästhetisierungs- und Musealiserungsprozesse des urbanen Raumes. Für ihn ist moderne Kultur städtische Kultur, die durch Architektur und Raum geprägt wird. Sie richtet sich nicht mehr nur an das Bildungsbürgertum, sondern an die Gesamtheit der Menschen eines Landes, angesichts der Globalisierung der Märkte und der Medien an die Gesamtheit der am Globalsystem beteiligten Menschen.

Michael Müller beschäftigt sich seit Jahren im Forschungsschwerpunkt „Bild, Raum, Vermittlung“ des Instituts für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik im Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen mit der „Kultur der Stadt“. Nach der gemeinsam mit Franz Dröge verfassten Untersuchung über „Die ausgestellte Stadt. Zur Differenz von Ort und Raum“ (2005) ist jetzt die Fortsetzungs-Studie „Kultur der Stadt. Essays für eine Politik der Architektur“ im transcript-Verlag erschienen.

In den vergangenen Jahren spielte die Auseinandersetzung mit Positionen und Tendenzen der modernen und zeitgenössischen Architektur, des Designs und der (elektronischen) Massenmedien vor dem Hintergrund der Veränderung des urbanen Raums in den wissenschaftlichen Arbeiten von Professor Michael Müller eine besondere Rolle. Mit der neuen Publikation trägt er einmal mehr die universitäre Arbeit in den stadtöffentlichen Diskurs. Themen des Buches sind: Stadt als Ort kultureller Produktion¸ Straße und Integration; Drei Stadtmodelle; Die gesuchte Befriedigung am bloßen Sehen; Bild und Raum; Ästhetisierung, Kultur und Ökonomie; Museum und Stadt; Museum und Selbstinszenierung; Avantgarde, Subjekt und Massenkultur; Der Traum ewiger Ordnung; Kritik von Links; Walter Benjamin: Architektur für das schlechte Neue; Methodischer Perspektivwechsel und ökonomisches Kulturmodell.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Michael Müller
Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik
Sprecher des Instituts für Architektur, Kunst und städtische Kultur: Architop
Tel: 0049-(0)421-21867740
E-Mail: michmue@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise