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Milchsäure gibt Aufschluss über Alter des Gehirns

08.11.2010
Ansammlungen sind Kennzeichen von Alterung

Wissenschaftler des schwedischen Karolinska Institutet http://ki.se wollen mithilfe von Milchsäure-Werten den Zustand des Gehirns messen. Denn im Gegensatz zur Haut, bei der Falten auf das Alter schließen lassen, gibt es im Moment keine Methode, das Altern des Gehirns sichtbar zu machen.

Das Team um Jaime Ross geht davon aus, dass eine Ansammlung von Milchsäure im Gehirn ein Kennzeichen des Alterungsprozesses ist. Das gilt laut der in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlichten Studie zumindest für Mäuse.

Schädigung der DNA

Die Forscher untersuchten, wie die Alterung durch Schädigungen der DNA in den Mitochondrien von Mäusen beeinflusst wird. Das Team veränderte diese DNA und schuf so einen Stamm von Mäusen, der vorzeitig alterte. Bei diesen Tieren und gesunden Artgenossen wurde die Milchsäure-Menge im Gehirn gemessen und mit dem Ausmaß der Alterung verglichen.

Milchsäure ist ein normales Stoffwechselprodukt. Daher nahmen die Wissenschaftler an, dass durch die Alterung geschädigte Mitochondrien den Stoffwechsel beeinflussen könnten. Tatsächlich zeigten laut NewScientist die Gehirne beider Arten von Mäusen Schädigungen der Gene, die für die Regulierung der Milchsäure verantwortlich sind.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://ki.se
http://www.pnas.org

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