Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Menschen verlieren langsam Intellekt und Emotion

19.11.2012
Experte: Technologische Komplexität braucht strukturiertes Denken

Menschen verlieren aufgrund der Genmutation, die mit der Evolution einher geht, ihren Intellekt und Emotionen. Dies besagt eine aktuelle Studie der Stanford University. Unsere Vorfahren waren gezwungen, ihren Intellekt für das Überleben einzusetzen.

Der Druck für eine Gen-Selektion für die Entwicklung des Intellekts war demnach überaus hoch. Mit der Entwicklung der Agrikultur und später der Urbanisierung wurde der Druck für dieses Selektionsverfahren gemindert. In rund 120 Generationen sollen zwei oder mehrere Genmutationen schädlich für diese beiden menschlichen Fähigkeiten sein. Die Forscher sind dennoch unbesorgt, denn diese Entwicklung soll überaus langsam vonstattengehen und zukünftige technologische Innovationen Lösungen finden.

Mutation nach Zufallsprinzip

"Mutationen sind ungerichtete Veränderungen am Erbgut. Das heißt, dass sie zufällig entstehen und nicht durch selektiven Druck", erläutert Werner Emberger, Senior-Scientist am Institut für Humangenetik der Medizinischen Universität Graz http://meduni-graz.at , im Interview mit pressetext. Allerdings würde die Häufigkeit des Auftretens von Gen-Veränderungen von vielerlei Faktoren beeinflusst. Chemischen Substanzen oder Strahlen zum Beispiel können sie erhöhen. Die meisten dieser Mutationen hätten jedoch keine unmittelbare Auswirkung auf den Menschen.

"Da sie grundsätzlich ungerichtet sind, führen viele dieser Mutationen allerdings auch zu einem Funktionsverlust von Eiweißkörpern und haben dann meist negative Effekte. So sind Mutationen in Körperzellen ein wesentlicher Faktor in der Krebsentstehung", führt der Experte aus. Einige spontan aufgetretene Mutationen hätten jedoch sogar positive Auswirkungen. Sollten diese im Sinne der Anpassung auf geänderte äußere Bedingungen sein, könnten sie mit einem Fortpflanzungsvorteil einhergehen.

Technologie gegen Genmutation im speziellen Fall

Es stellt sich die Frage, ob der langsame Verlust des Intellekts und der Emotionen auch mit der fortschreitenden Technologie in Zusammenhang steht, die dem Menschen das Leben generell vereinfacht. "Ich halte diese Theorie für zweifelhaft, da die heutige Komplexität der Alltagstechnologie ein strukturierteres Denken verlangt und unser sogenannt 'technisch vereinfachtes Leben' häufig mit hohen intellektuellen und emotionalen Anforderungen einhergeht", so der Genforscher.

"Ich denke auch nicht, dass die künftige Technologie der Genforschung dem Auftreten von genetischen Veränderungen Einhalt bieten wird. Die Frage ist auch, ob dies generell überhaupt erwünscht ist", führt Emberger aus. Nur bei bestimmten Fragestellungen wie der Bekämpfung von Krebs oder der Therapie von Erbkrankheiten wäre eine Einflussnahme auf diese Mechanismen von großer medizinischer Bedeutung.

Andreea Iosa | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.stanford.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive