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Mehr M&A-Deals in Gesundheitsbranche

01.02.2012
PwC-Studie "Global Healthcare Deals": Gesundheitsbranche ist 'sicherer Hafen' für Beteiligungskapital / M&A-Volumen in Deutschland steigt überdurchschnittlich

Die anhaltende Verunsicherung der Investoren über die globale Konjunkturentwicklung kommt der Gesundheitsbranche zugute. Im Jahr 2011 stieg das Volumen der Mergers&Acquisitions (Übernahmen, Beteiligungen und Fusionen, kurz:

M&A) in dem Sektor weltweit um 15 Prozent auf annähernd 53,2 Milliarden US-Dollar und damit stärker als der Durchschnitt aller Branchen (plus zehn Prozent). Ein höheres Transaktionsvolumen als das Healthcare-Segment verzeichneten lediglich der Immobiliensektor (111,8 Milliarden US-Dollar) sowie die Computer- und Elektronikbranche (61,6 Milliarden US-Dollar), wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in der vierteljährlich erscheinenden Analyse "Global Healthcare Deals" berichtet. In der Statistik berücksichtigt sind nur Transaktionen im so genannten Middle Market mit einem Volumen von mindestens 50 Millionen US-Dollar bis höchstens 750 Millionen US-Dollar.

"Die Gesundheitsbranche bietet in einem aktuell unübersichtlichen Umfeld vergleichsweise sichere Wachstumsperspektiven. Der demografische Wandel lässt die Nachfrage nach Dienstleistungen weltweit steigen", kommentiert Michael Burkhart, PwC-Partner und Leiter des Bereiches Gesundheitswesen und Pharma. "Zudem eröffnen sich insbesondere in den noch unterversorgten und zumeist staatlich dominierten Märkten der Schwellenländer neue Chancen für hocheffiziente, private Anbieter."

In China beispielsweise gab es 2011 bereits 19 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 3,15 Milliarden US-Dollar, gegenüber lediglich fünf Deals und 1,33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010. Doch auch die Healthcare-Märkte der Industriestaaten bleiben in Bewegung. In den USA stieg das M&A-Volumen gegenüber 2010 um 13 Prozent auf knapp 29 Milliarden US-Dollar, im Vereinigten Königreich um 41 Prozent auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar und in Deutschland um 30 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden US-Dollar.

"Auch in 2012 spricht einiges für einen aktiven M&A-Markt im Bereich Healthcare", betont Dr. Alexander von Friesen, PwC-Partner und M&A-Experte für den Bereich Gesundheitswesen und Pharma. "So wird gerade in unsicheren Zeiten die Stabilität dieses Sektors geschätzt - und es bieten sich gerade in Europa weiterhin attraktive Konsolidierungsmöglichkeiten für strategische Investoren und Private Equity. Schließlich stehen die staatlichen Gesundheitssysteme unter einem hohen Kostendruck, der weitere Privatisierungen begünstigen sollte. Insbesondere in Deutschland sehen wir in diesem Jahr ein erhebliches Transaktionspotenzial."

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.pwc.de/healthcare-deals-quarterly
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