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Mega-Deals lassen Übernahmevolumen in Chemiebranche steigen

09.11.2011
PwC-Studie Chemical Compounds: Globales Übernahme- und Beteiligungsvolumen klettert im dritten Quartal auf 16,7 Milliarden US-Dollar / US-Unternehmen treiben Konsolidierung voran

In der globalen Chemieindustrie ist der Gesamtwert der Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen im dritten Quartal 2011 wieder gestiegen. Gegenüber dem zweiten Quartal kletterte das M&A-Volumen um 6,4 Prozent auf 16,7 Milliarden US-Dollar, wie aus der aktuellen Branchenstudie "Chemical Compounds" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor geht.

Dabei ist der Anstieg vor allem auf den höheren Beitrag der so genannten Mega-Deals zurückzuführen: Entfielen im zweiten Quartal insgesamt 10,5 Milliarden US-Dollar auf Transaktionen mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar, waren es im abgeschlossenen dritten Quartal 11,7 Milliarden US-Dollar. Die absolute Zahl der Deals (ab einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar) fiel von 31 zwischen April und Juni auf 22 zwischen Juli und September. Dabei schwächten sich die M&A-Aktivitäten insbesondere in China ab. Gegenüber dem Vorquartal sanken hier sowohl die Zahl der Transaktionen als auch das damit verbundene Transaktionsvolumen um über 55 Prozent.

"Das nachlassende Wirtschaftswachstum in China sorgt für Zurückhaltung. Im dritten Quartal gab es in der Chemiebranche nur vier Deals mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen US-Dollar. Ausländische Investoren bzw. Unternehmen waren an keiner dieser Transaktionen beteiligt. Mittelfristig erwarten wir allerdings wieder verstärkte Zukäufe chinesischer Chemieunternehmen sowohl bei der Marktkonsolidierung im Inland als auch bei der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategien im Ausland", kommentiert Volker Fitzner, Experte für die Chemiebranche bei PwC.

US-Deals dominieren

Maßgeblichen Einfluss auf die M&A-Bilanz des dritten Quartals hatten Transaktionen unter Beteiligung amerikanischer Unternehmen. Die nordamerikanische Chemieindustrie hat sich damit im laufenden Jahr zum Schrittmacher der Branchenkonsolidierung entwickelt. Seit Jahresbeginn gab es 20 größere Transaktionen (Volumen über 50 Millionen US-Dollar) mit einem Käufer aus den USA bzw. Kanada, das Transaktionsvolumen liegt bei insgesamt 33,4 Milliarden US-Dollar.

Auf dem zweiten Rang folgt Europa mit 27 Deals und 25,2 Milliarden US-Dollar, gefolgt von der Region Asien-Pazifik mit 32 Deals und gut 8,5 Milliarden US-Dollar. Auch als Zielregion für ausländische Unternehmen ist Nordamerika mit Transaktionen im Volumen von bislang 6,7 Milliarden US-Dollar führend (Europa: 2,3 Milliarden US-Dollar, Asien-Pazifik: 3,5 Milliarden US-Dollar).

Finanzinvestitionen fallen auf Rekordtief

Das Engagement von Private-Equity-Fonds und anderen Finanzinvestoren hat im dritten Quartal gegen den Trend deutlich nachgelassen. Auf Finanzinvestments entfielen lediglich 200 Millionen US-Dollar oder rund 1,25 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens.

Dies ist der niedrigste Wert seit 2006. "Die aktuell vergleichsweise hohen Unternehmensbewertungen in der Chemiebranche machen Beteiligungskäufe für Private-Equity-Fonds wenig attraktiv. Zudem müssen sie sich im Wettbewerb gegen strategische Investoren durchsetzen, die häufig über hohe Liquiditätsreserven verfügen und Synergien realisieren können. Unter diesen Voraussetzungen halten wir es für wahrscheinlich, dass sich Finanzinvestoren verstärkt von ihren Chemiebeteiligungen durch Verkauf trennen werden statt neue Engagements einzugehen", so Fitzner.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.pwc.de/de/chemie
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