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Medizinische Scans belasten wie ein Kernkraftwerk

02.09.2009
Experten hinterfragen Sinnhaftigkeit der Untersuchungen

Röntgenstrahlen und CT-Scans belasten den Menschen teilweise mit Strahlungswerten, die mit der Arbeit in einem Kernkraftwerk vergleichbar sind.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Emory University gekommen. Es stellt sich die Frage, ob diese Scans das entstehende Risiko Wert sind. Das Team um Reza Fazel analysierte die Versicherungsunterlagen von mehr als 650.000 US-Amerikanern, die in den letzten drei Jahren zumindest mit einem bildgebenden Verfahren untersucht worden waren. Details der Untersuchung wurden im The New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Die meisten waren nur einer geringen Strahlungsmenge ausgesetzt. Rund zwei Prozent kamen jedoch mit einer Strahlung in Kontakt, die über der empfohlenen Jahresdosis eines Mitarbeiters in einem Kernkraftwerk lag. Fazel argumentiert, dass weitere Studien notwendig seien, um herauszufinden, ob derartige Untersuchungen der Krankheit nicht mehr schaden als nutzen.

Manche der Patienten waren sogar einer Strahlungsmenge ausgesetzt, die über den empfohlenen Werten für ein Kernkraftwerk lagen. Der Radiologe James Thrall von der Harvard Medical School wies gegenüber NewScientist in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Studie hin, die berichtet, dass bildgebende Verfahren wie die Computertomografie die Lebenserwartung der US-Amerikaner zwischen 1991 und 2004 um ein Jahr erhöht hätten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.emory.edu
http://hms.harvard.edu

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