Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizinische Notfälle in der Höhenrettung

26.08.2008
Die Studie EUmedSR von Medizinern der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht, mit welchen medizinischen Notfällen die Höhenrettungsgruppen in Deutschland konfrontiert werden.

Wenn Höhenrettungsgruppen in Deutschland zum Einsatz kommen, benötigen Menschen dringend Hilfe. Das wäre an sich noch nichts Außergewöhnliches. Schließlich helfen Rettungsdienste und Feuerwehren Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland jeden Tag.

Außergewöhnlich ist in diesem Fall aber der Ort, wo sich die Hilfesuchenden befinden. Dies können Baukräne oder Sendeanlagen sein. Aber auch in engen Schächten, der Kanalisation oder Silos kommen Höhenretter zum Einsatz. Die Höhenrettung wird daher auch "Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" (SRHT) genannt.

Eine Doktorandin der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen, Sophie Ruhrmann, selbst Rettungssanitäterin und erfahrene Höhenretterin bei der Höhenrettungsgruppe der Johanniter in Gießen, erforscht nun in einer wissenschaftlichen Studie, mit welchen medizinischen Notfällen Höhenretter in Deutschland konfrontiert werden und wie sie damit umgehen.

Die Studie mit dem Namen "Epidemiologische Untersuchung medizinischer Notfälle, die zum Einsatz von Einheiten der Speziellen Rettung führen" (EUmedSR) wird von der Abteilung für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. Gunter Hempelmann) unter der Leitung von Dr. med. Rainer Röhrig, selbst engagierter Höhenretter in Gießen, durchgeführt.

Auf die Idee dieser Fragestellung kam Sophie Ruhrmann auf Grund ihrer eigenen Tätigkeit als Höhenretterin, bei der sie mit zahlreichen Notfällen konfrontiert wurde. "Es ist eine wissenschaftliche, streng deskriptive Bestandsaufnahme", erklärt Ruhrmann. Zu diesem Zweck startete die junge Medizinerin kürzlich eine Untersuchung, in der alle deutschen Höhenrettungsgruppen angeschrieben und um Rücksendung der ausgefüllten Erhebungsbögen gebeten wurden. Das Studienteam rechnet damit, dass die Bögen bis Ende September zurückgesandt werden, so dass im Dezember die ersten Ergebnisse vorgesellt werden können.

Kontakt:
Dr. med. Rainer Röhrig
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH - Standort Gießen
Klinik für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie
Rudolf-Buchheim-Straße 7, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-44494, Fax: 0641 99-44499
E-Mail: rainer.roehrig@chiru.med.uni-giessen.de

Charlotte Brückner-Ihl | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/
http://www.EUmedSR.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik