Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medikamentenmix stoppt rheumatoide Arthritis

28.10.2008
Strukturelle Gelenkschädigung um 85 Prozent verlangsamt

Eine monatliche Injektion könnte rheumatoide Arthritis (RA) bei der Hälfte aller Patienten zum Stillstand bringen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Leeds gekommen. Das Antikörper-Medikament Tocilizumab soll in Kombination mit dem bereits in Einsatz befindlichen Methotrexat als RoActemra von Roche auf den Markt gebracht werden.

Derzeit wartet das Pharmaunternehmen auf die Zulassung in Europa und den USA. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden auf einer Veranstaltung des American College of Rheumatology der Öffentlichkeit präsentiert.

Es gibt derzeit keine Möglichkeiten, die durch diese Form der Arthritis hervorgerufenen Schäden wieder rückgängig zu machen. Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass die beiden Medikamente gemeinsam eine Remission durch das Stoppen des Fortschreitens der Krankheit erzielen können. An den Tests nahmen 1.190 Patienten teil. Die Kombination der Medikamente brachte die Krankheit bei 47 Prozent zum Stehen. Wurde Methotrexat allein eingenommen, lag die Erfolgsrate bei nur acht Prozent. Röntgenbilder machten sichtbar, dass der kombinierte Behandlungsansatz die strukturelle Schädigung der Gelenke durchschnittlich um 85 Prozent verlangsamte. Bei Methotrexat allein lag dieser Wert bei 67 Prozent.

Der leitende Wissenschaftler Paul Emery betonte, dass diese Forschungsergebnisse von großer Bedeutung seien. Es sei entscheidend, die Schädigung der Gelenke so rasch wie nur möglich zum Stillstand zu bringen und den Betroffenen soviel Lebensqualität wie nur möglich zu erhalten. Derzeit stehen andere Medikamente, die so genannte Anti-TNF-Therapie zur Verfügung, die das Fortschreiten der Krankheit ebenfalls verhindern können.

Ihr Einsatz unterliegt zum Beispiel in Großbritannien jedoch Einschränkungen. Eine Sprecherin der National Rheumatoid Arthritis Society http://www.rheumatoid.org.uk begrüßte laut BBC die neuen Forschungsergebnisse. "Dieser neue Behandlungsansatz könnte die Alternative für jene 30 Prozent der Patienten sein, die nicht auf die Anti-TNF-Therapie ansprechen." Allein in Großbritannien leiden dereit rund 400.000 Menschen an rheumatoider Arthritis.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.leeds.ac.uk
http://www.roche.com
http://www.rheumatology.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie