Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medienkonvergenz: Studieren mit Podcasts, Chats und E-Books

02.08.2010
Ende Juli 2010 haben Studierende des Master-Studiengangs Print & Publishing der Hochschule der Medien in Stuttgart eine crossmediale Konzeptstudie für Lerneinheiten im Verbundstudium präsentiert. Das Projekt fand in Kooperation mit dem Institut für Verbundstudien (IfV NRW) in Hagen statt.

Ein Studium neben dem Beruf, wie es die Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen mit zentraler Unterstützung des IfV NRW anbieten, funktioniert aus organisatorischen Gründen nur durch den Einsatz von Medien. Heute bilden Printmedien noch den Schwerpunkt. Doch bereits abzusehen ist, dass diese irgendwann nicht mehr ausreichen.

Die zunehmende Digitalisierung weckt auf der Nutzerseite Wünsche nach mehr Online-Angeboten, auf der Produzentenseite bietet sie zunehmend Möglichkeiten für eine passende Umsetzung. Wie könnte solch ein crossmedialer Medienverbund aussehen? Was bedeutet das für die Datenhaltung und wie verwandelt man medienneutrale Daten in die richtigen Formate? Diesen Leitfragen gingen die Studierenden nach. Mit Professor Dr. Okke Schlüter, Studiengang Mediapublishing, entwickelten sie Konzepte für den Medienverbund, bei Professor Dr. Marko Hedler, Studiengang Druck- und Medientechnologie, entstanden erste Prototypen für eine technische Umsetzung.

Projektergebnisse und Empfehlungen

Die Studierenden empfehlen für die Lern-Aktivitäten in einem Medienverbund eine einheitliche Navigation in Print- und Onlinematerialien. Das Online-Medium eigne sich außerdem für die Integration aller beteiligten Medien: Podcasts für Zusammenfassungen des Lernstoffs, Experten-Interviews und animierte Info-Grafiken. Auch die Vernetzung der Lernenden über Foren und Chats ist vorgesehen. Den Beispielinhalt, eine Lerneinheit aus dem Bereich Marketing, demonstrierten die Studierenden als automatisch generiertes, druckfertiges pdf-Dokument, sowie als EPUB-Dokument (EPUB steht für electronic publication) auf einem E-Book-Reader und auf dem iPad. Technische Produktionsszenarien wurden entwickelt und bewertet, ein Editor für Autoren vorgestellt und nicht zuletzt wurde auch das aktuelle Dateiformat (EPUB) für E-Book-Reader und iPad genauer unter die Lupe genommen.

Doch sind die Beteiligten schon bereit für eine Umstellung? Haben die Studierenden solche Geräte schon in der Tasche? „Die Konzepte und die technischen Umsetzungen sind sehr zukunftsweisend, setzen aber eine Reihe von Vorbereitungen voraus. Ich nehme eine Fülle von Anregungen mit“, resümiert Ulrike Borinski vom IfV die Kooperation und dankte den Studierenden für das hohe Niveau der Arbeitsergebnisse.

Mit der Umsetzung von crossmedialen Produktideen setzt sich derzeit auch die Verlagsbranche intensiv auseinander. „Es war daher sehr reizvoll, mit authentischen Daten sowohl am Konzept als auch an der technischen Umsetzung zu arbeiten“, begründen die beiden betreuenden HdM-Professoren ihr Interesse an dem Gemeinschaftsprojekt.

Das Institut für Verbundstudien ist eine gemeinsame zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens und übernimmt zentrale Aufgaben für den fachnahen und technischen Support der Fachhochschulen, insbesondere bei der Entwicklung und der Durchführung von Verbundstudienangeboten.

Kontakt:
- Hochschule der Medien
Prof. Dr. Marko Hedler, Studiengang Druck- und Medientechnologie
E-Mail: hedler@hdm-stuttgart.de
Prof. Dr. Okke Schlüter, Studiengang Mediapublishing
E-Mail: schlueter@hdm-stuttgart.de
- Institut für Verbundstudien:
Ulrike Borinski, Servicestelle für Mediengestaltung und Publishing, IfV NRW:
E-Mail: borinski@ifv-nrw.de

Kerstin Lauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hdm-stuttgart.de
http://www.ifv-nrw.de

Weitere Berichte zu: Chat E-Book-Reader E-Books EPUB IFV Lerneinheit Medienkonvergenz Medienverbund NRW Podcast Publishing Studieren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten