Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Männer haben mehr Persönlichkeit

23.11.2009
Vom Menschen bis zum Spatzen: Frauen lieben die Konstante

Männer haben eine ausgeprägtere Persönlichkeit als Frauen - und das gilt von Spatzen bis hin zum Menschen, kommt eine Studie der University of Exeter zum Schluss.

Beständige Persönlichkeitseigenschaften wie Aggression und Waghalsigkeit sind für Frauen bei der Partnerwahl wichtiger als für Männer selbst, berichten Forscher im Fachmagazin Biological Reviews.

Die Forscher um Wiebke Schütt vom Cornwall Campus haben in ihrer Untersuchung verschiedenen Arbeiten aus 30 Jahren zusammengetragen, die die unterschiedlichen Rollen von Mann und Frau bei der Selektion der Sexualpartner aufzeigen. Dabei zeigt es sehr eindeutig, dass Männer beständiger, konsequenter und vorhersehbarer sind als Frauen, besonders in Bezug auf elterliche Fürsorge, Aggression und Risikobereitschaft.

Frauen selektieren zukünftigen Sexualpartner genauer

Frauen hingegen neigen eher dazu ihr Verhalten zu variieren. Zudem sind sie bereit, genau auf diese Charakterzüge zu reagieren. Daher scheinen sie "selektiver" bei der Wahl des potenziellen Sexualpartners. Die Forscher wollten untersuchen, wie geschlechtsspezifische Charakterunterschiede mit der Selektion der Sexpartner miteinander in Zusammenhang stehen.

Die Autoren gehen davon aus, dass sexuelle Selektion der Schlüssel dieser Variation bildet. Dieses Konzept geht auf Charles Darwin zurück, dessen Theorie über die sexuelle Selektion auf dem Konkurrenzkampf eines Geschlechts - zumeist Männern - um eine Partnerin basiert. Die physischen Attribute - wie etwa das prachtvolle Gefieder von Pfauen oder die Größe von Hörnern - sind der Wissenschaft bekannt. Die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen hingegen nicht.

Frauen mögen durchschaubare Männer

"Unsere Studie ist die erste, die den Zusammenhang von Persönlichkeit und Wahl des Partners bei Menschen und Tieren untersucht hat", so Schütt. Die Studie kommt zum Schluss, dass Männer dazu neigen, beständig und leicht durchschaubar zu sein und damit auch ein vorhersehbares Verhalten an den Tag legen. "Frauen scheinen das bei Männern besonders attraktiv zu finden", so Schütt. Dabei gebe es im gesamten Tierreich große Ähnlichkeiten.

"Es ist durchaus vorstellbar, dass die männliche Persönlichkeit sich deswegen einen geradlinigen Charakter gebildet haben, weil es sie zu attraktiveren Partnern macht", meint Teamleiterin Sasha Dall. "Frauen finden es attraktiv, wenn ein Mann vorhersehbar ist, weil sie dadurch einfacher lange in die Zukunft planen können." Zudem fühlen sie sich in unsicheren Situationen besser, wenn der Partner die Konstante ist.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://biosciences.exeter.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics