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Low-Cost-Nutzfahrzeuge überfluten BRIC-Länder

21.03.2011
Frost & Sullivan erwartet bis 2016 mehr als 3,2 Millionen Lkw

Preisgünstige und kosteneffiziente Low-Cost-Lkw erfreuen sich vor allem in den boomenden Schwellenländern großer Beliebtheit. Einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan http://frost.com nach werden im Jahr 2016 weltweit bereits über 3,2 Mio. preiswerter Lkw hergestellt. Das dieser Bereich ein Wachstumssegment ist, wird auch darin deutlich, dass im selben Jahr 29 Low-Cost-Lkw-Modelle von den Herstellern am Markt eingeführt werden.

Fragmentierter Markt

"Insbesondere in den BRIC-Ländern sind leichte, mittelschwere bis schwere Nutzfahrzeuge im Trend", verdeutlicht Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen http://uni-due.de im pressetext-Gespräch. "Dennoch ist der Markt äußerst fragmentiert, zudem gibt es eine Vielzahl kleiner Marken, die den großen Automobilriesen nicht selten den Markteintritt erschweren." Billig heißt aber auch, nicht unbedingt auf Qualität zu verzichten.

Denn Chassis, Antriebe, Sicherheit und Komfort sowie andere marktbezogene Kosten werden zu den entscheidenden Faktoren für die Kostenreduzierung, um günstige Lkw überhaupt anbieten zu können. Die Sicht Dudenhöffers bestätigt sich auch mit Blick auf Frost & Sullivan-Global-Program-Manager Sandeep Kar: "Das Auftreten asiatischer Hersteller, die wirtschaftliche Unsicherheit in reifen Märkten und der Trend zur Verstädterung verstärken die Nachfrage nach preisgünstigen Lkw. Einige Hersteller sind hierbei schneller als andere."

Rangeln um Vormachtstellung

Doch längst nicht nur in den BRIC-Staaten werden die günstigen Transporter nachgefragt. So wird damit gerechnet, dass auch die Nachfrage in den Industriestaaten sukzessive zunimmt. Experten gehen jedoch davon aus, dass es immer schwieriger werden dürfte, den Low-Cost-Vorteil zu erhalten. Der Grund: Strengere Vorschriften, steigende Nachfrage nach geringerem Wartungsaufwand sowie relativ geringe Gewinnmargen und steigende Personalkosten.

Produzenten aus entwickelten Märkten sollten nach neuen Partnerschaften mit Herstellern in aufstrebenden Märkten Ausschau halten. Strategisch gesehen sollten sie in Nordamerika und in Europa in Betracht ziehen, neue Fahrzeugtypen und gut differenzierte Produktplattformen zu schaffen. Anzustreben sind daher eine Diversifizierung der Zulieferer sowie eine vertikale Integration von Systemen und Komponenten, die attraktive Kosteneinsparungen ermöglichen.

Florian Fügemann | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

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