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Lehrerberuf: hohes Ansehen, aber geringe Anziehungskraft

12.06.2012
Repräsentative Allensbach-Studie im Auftrag der Eberhard von Kuenheim Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Studien zufolge gehört der Lehrerberuf in Deutschland zu den angesehensten Berufen. Eine neue Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach stützt dies. Sie zeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer in der Bevölkerung hohes Ansehen für ihre herausfordernde Tätigkeit genießen.

Gleichzeitig ergibt die Befragung im Auftrag der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft aber auch zwei paradoxe Befunde: Nur 18 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Lehrer zu werden.

Und nur 39 Prozent glauben, dass Lehrer viel für die Allgemeinheit tun. Ein wichtiger Faktor für die geringe Anziehungskraft des Lehrerberufs ist der Studie zufolge: Zwei Drittel aller Berufstätigen wünschen sich eine Arbeit, die Spaß macht - aber nur 18 Prozent gehen davon aus, dass der Lehrerberuf Freude bereitet. "Es ist wichtig, dass der Lehrerberuf weit mehr als bisher als attraktive Karriereoption mit enormen Gestaltungschancen wahrgenommen wird.

In der Schule entscheidet sich in hohem Maße die Zukunft unserer Kinder und damit unserer Gesellschaft. Dies mitgestalten zu können, ist sehr erfüllend", betont Dr. Arndt Schnöring, Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Carl-August Graf von Kospoth, Geschäftsführender Vorstand der Eberhard von Kuenheim Stiftung, weist darauf hin: "Ein Großteil der Lehrer bestätigt, dass ihr Beruf ihnen Spaß macht. Diese Botschaft muss in der Gesellschaft noch deutlicher ankommen, um die Geeignetsten für den Lehrerberuf zu gewinnen."

Die Broschüre zur Repräsentativbefragung "Geeignet für den Lehrerberuf?" gibt es als Download unter www.lehrwerkstatt.org und www.sdw.org/ueber-uns/presse/pressemitteilungen

Hintergrund: Programme der Auftraggeber für Lehramtsstudierende

Lehr:werkstatt: Neue Wege in der Lehrerbildung - eine Chance für den Unterricht

Mit ihrem Projekt "Lehr:werkstatt" hilft die Eberhard von Kuenheim Stiftung Lehramtsstudierenden, sich frühzeitig auf die Herausforderungen in der Schule vorzubereiten. In der "Lehr:werkstatt" arbeiten ein Lehramtsstudent und eine Lehrkraft über ein Schuljahr hinweg als Tandem zusammen. Die Tandems werden während des Jahres unter anderem durch Kompetenzworkshops begleitet.

Lehramtsstudierende sammeln frühzeitig Erfahrungen in der Praxis, Lehrer erhalten Unterstützung und frische Impulse im Unterricht, Schüler erfahren eine intensive und differenzierte Betreuung.

Studienkolleg - Begabtenförderung für Lehramtsstudierende

Mit dem Programm "Studienkolleg" unterstützen die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Robert Bosch Stiftung leistungsbereite Lehramtsstudierende dabei, sich zu Schulgestaltern von morgen zu entwickeln. Das Förderprogramm stärkt ihre Persönlichkeit und vermittelt Management- und Führungskompetenzen für die Schule. In weiteren Seminaren lernen die Teilnehmer wichtige Werkzeuge eines guten Lehrers kennen: beispielsweise Teambildung, Kommunikation, Präsentation und Feedback-Methoden. 2012 befinden sich knapp 300 Lehramtsstudierende aus dem gesamten Bundesgebiet in der Förderung.

Sie erhalten ein Stipendium aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Pressekontakt:
Stefanie Lüke, Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Studienkolleg, Breite Str. 29, 10178 Berlin

Telefon: 030 278906-34, E-Mail: s.lueke@sdw.org

Stefanie Lüke | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.sdw.org

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