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Länge des Zeigefingers zeigt Prostatakrebs-Risiko

02.12.2010
Menge an Sexualhormonen im Mutterleib entscheidet über Fingerlänge

Die Länge der Finger eines Mannes kann Hinweise darauf liefern, wie hoch sein Risiko ist, an Prostatakrebs zu erkranken. Forscher der University of Warwick und des Institute of Cancer Research haben herausgefunden, dass Männer, deren Zeigefinger länger ist als der Ringfinger, deutlich weniger wahrscheinlich erkranken. Die Wissenschaftler machten diese Entdeckung, nachdem sie die Hände von 1.500 Krebspatienten mit denen von 3.000 gesunden Männern verglichen hatten.

Weniger Testosteron

Die Länge der Finger wird vor der Geburt festgelegt und soll mit der Menge an Sexualhormonen in der Gebärmutter in Zusammenhang stehen. Weniger Testosteron vor der Geburt führt zu einem längeren Zeigefinger und könnte daher im späteren Leben gegen Prostatakrebs schützen.

Ros Eeles, eine der Autorinnen der Studie, erklärte, dass dieser Zusammenhang näher erforscht werden müsse. Würden die aktuellen Studienergebnisse jedoch bestätigt, könnte daraus ein einfacher Test zur Feststellung des Prostatakrebs-Risikos entwickelt werden. "Die Längen der Finger könnten beim Screening berücksichtigt werden, vielleicht auch in Kombination mit anderen Faktoren wie der Familiengeschichte und Gentests."

Keine übermäßige Sorge

Männer mit kürzeren Zeigefingern sollten aber nicht übermäßig besorgt sein, so Helen Rippon von The Prostate Cancer Charity http://www.prostate-cancer.org.uk . Über diese Charakteristik verfügten mehr als der Hälfte der Männer und sie bedeute nicht, dass man wirklich an Prostatakrebs erkranken wird. Weltweit wurde 2008 bei rund 913.000 Männern Prostatakrebs festgestellt. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen lebten in der westlichen Welt.

Details der Studie wurden im British Journal of Cancer http://www.nature.com/bjc veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www2.warwick.ac.uk
http://www.icr.ac.uk
http://www.nature.com/bjc

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