Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In kurzer Zeit ans Ziel

02.12.2011
Die Ergebnisse der Studie „Entwicklung der Fachstudiendauer an Universitäten von 2007 bis 2009“ des Wissenschaftsrats lassen keinen Zweifel daran.

Studierende der Philipps-Universität erreichen im Vergleich zu anderen Universitäten ihren Abschluss sehr oft in überdurchschnittlich kurzer Zeit. Die mittlere Studiendauer in den Fächern Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien beispielsweise dauerte im untersuchten Zeitraum in Marburg jeweils nur 9,4 Semester (Bundesdurchschnitt: 10,8 bzw. 10,4).

Besonders schnell erreichten die Studierenden der Psychologie ihr Ziel: Mit 8,9 Semestern lagen sie ein ganzes Jahr unter dem Bundesdurchschnitt (10,9) und damit sogar unter der Regelstudienzeit von 9 Semestern. „Damit diese hervorragenden Ergebnisse auch in Zukunft – vor allem nach der Umstellung fast aller Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse – beibehalten werden können, arbeiten wir daran, die Passung zu erhöhen“, sagt Prof. Dr. Harald Lachnit, Vizepräsident für Studium und Lehre.

Eine hohe Passung bedeutet, dass sich das Potential der Studienbewerberinnen und -bewerber möglichst gut mit den Anforderungen des jeweiligen Studiengangs deckt. „Deshalb wollen wir nicht nur die Studiengänge so realitätsnah wie möglich beschreiben, sondern führen sukzessive so genannte ‚Self Assessments’ ein, bei denen die künftigen Studierenden ihre Eignung für einen bestimmten Studiengang selbst überprüfen“, erklärt Lachnit. Entscheidend sei nicht ein bestimmter Punktwert bei einer solchen Selbsteinschätzung: „Vielmehr werden wir die Absolvierung mehrerer ‚Self Assessments’, die es bisher für die Bachelor-Studiengänge Biologie, VWL und BWL gibt, als Zugangskriterium etablieren, damit sichergestellt wird, dass die Studierenden sich eingehend mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten beschäftigt haben“, fügt der Vizepräsident hinzu.

Um unnötige Verweildauern in den Fächern und hohe Abbruchzahlen zu reduzieren, wurden darüber hinaus in Marburg die Studienordnungen überarbeitet und beispielsweise bei Fächer übergreifenden Studiengängen wie „Sprache und Kommunikation“ und „Europäische Literaturen“ (B.A.) sowie „Politik und Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens“ (M.A.) oder „Geoarchäologie“ (M.Sc.) die Inhalte aufeinander abgestimmt. Außerdem starteten mit Beginn des laufenden Wintersemesters die ersten achtsemestrigen Bachelor-Studiengänge Psychologie und „Orientwissenschaften international“ – das dient einerseits im speziellen Fall der künftigen Psychologen dem besseren Erwerb der Berufsfähigkeit, und den Studierenden der Orientwissenschaften bleibt so ausreichend Zeit für den für diesen Studiengang verpflichtenden Auslandsaufenthalt.

Der Wissenschaftsrat, dessen Geschäftsstelle die Ergebnisse der Studie am 18. November 2011 veröffentlicht hat, berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Schon in der ersten Erhebung vor sechs Jahren, als die ersten Bologna-Jahrgänge von 1999 bis 2003 untersucht worden waren, lag die Philipps-Universität Marburg in vielen Studiengängen weit vorne. Schnelligkeit ist jedoch keinesfalls Selbstzweck in Marburg, sondern „eine gern gesehene Nebenwirkung“, wie in der aktuellen Ausgabe von „duz – das unabhängige Hochschulmagazin“ zu lesen ist.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Harald Lachnit, Vizepräsident für Studium und Lehre
Tel.: 06421 28-26008
E-Mail: harald.lachnit@verwaltung.uni-marburg.de

Sabine Best | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-marburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten