Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KPMG-Umfrage: Steuersysteme behindern Mobilität hoch qualifizierter Arbeitskräfte

24.11.2008
Regierungen müssen erhebliche zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um für hoch qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver zu werden. Das ist das Ergebnis einer KPMG-Umfrage unter 260 Personalchefs internationaler Unternehmen in 12 Ländern, die im Rahmen des KPMG Asia-Pacific Tax Summits in Singapur vorgestellt wurde.
Als wichtigste Maßnahmen fordern die Befragten eine modernere Einwanderungspolitik, stärkere Steueranreize für Unternehmen und Expatriates sowie die Möglichkeit, erworbene Pensionsansprüche ins Ausland übertragen zu können. Ziel der Umfrage war es, herauszufinden, welche Faktoren für die Standortwahl von Unternehmen entscheidend sind.

Fast einhellig sind die Befragten der Meinung, ihr Heimatland müsse die Einwanderungsbestimmungen lockern, um für hoch qualifizierte Zuwanderer attraktiver zu werden (91 Prozent). 82 Prozent sind der Ansicht, dass Steueranreize für Unternehmen nicht nur neue Firmen, sondern auch qualifiziert Arbeitskräfte anziehen. Für fast ebenso viele Personalverantwortliche (78 Prozent) ist die Entwicklung grenzüberschreitender Lösungen für Pensionsansprüche ein wichtiges Kriterium zur Werbung von qualifizierten Arbeitskräften. Und etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) erachtet persönliche steuerliche Anreize für ausländische Fach- und Führungskräfte als sinnvoll.

Deutsche Personalchefs messen qualifiziertem Personal viel Bedeutung bei

74 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Attraktivität eines Wirtschaftsstandorts in erster Line von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, einschließlich steuerlicher Anreizsysteme für Unternehmen. Der Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Arbeitskräften messen die meisten eine eher untergeordnete Rolle bei. Mit zwei Ausnahmen: Über die Hälfte aller deutschen Unternehmen (55 Prozent) ist davon überzeugt, dass hochqualifiziertes Personal in einem wettbewerbsintensiven Markt einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt. Diese Einschätzung teilt auch die Hälfte der Befragten aus Großbritannien.

Uneinig sind sich die Personalchefs in den einzelnen Ländern auch bei der Frage, wer die Verantwortung für die Rekrutierung von gut ausgebildeten Arbeitskräften trägt. So sind 75 Prozent der deutschen Personalchefs der Meinung, dass in erster Linie die Unternehmen selbst für die Gewinnung von kompetenten Mitarbeitern verantwortlich sind. Nur zehn Prozent sind hierzulande der Ansicht, dass sich hier auch die Politik einmischen sollte. Anders gesehen wird dies vor allem in den asiatischen Ländern China, Singapur und Hongkong, in denen Fach- und Führungskräfte Mangelware sind: Dort ist die Mehrheit der Personalverantwortlichen in den Unternehmen der Meinung, dass es auch Aufgabe der Regierung sei, qualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu holen.

KPMG-Vorstand Ernst Gröbl: „Unsere Umfrage zeigt, dass steuerliche Rahmenbedingungen für ausländische Fach- und Führungskräfte eine bedeutende Rolle spielen. Die Steuersysteme der einzelnen Länder sehen in der Mehrzahl der Fälle keine speziellen Regelungen für Expatriates vor und behindern damit die internationale Mobilität der Arbeitnehmer. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Steuersysteme hinken der Globalisierung hinterher.“

Hinweis: Befragt wurden Personalverantwortliche in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Schweiz, Australien, China, Hongkong, Singapur, Japan, Indien, Südafrika und den USA

Pressekontakt:
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18, Fax: (0 30) 20 68-11 48
E-Mail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

16.01.2017 | Architektur Bauwesen

Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt

16.01.2017 | Medizintechnik