Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KPMG-Studie: Unternehmensteuersätze im Schnitt weltweit gesunken

18.10.2010
Anstieg bei indirekten Steuern zu erwarten

Im globalen Wettbewerb hat sich die generelle Tendenz zur Senkung der Unternehmensteuer in diesem Jahr fortgesetzt.

Die durchschnittlichen indirekten Steuern blieben im Vergleich zu 2009 konstant, werden aber 2011 vielerorts erhöht werden. Das sind die wesentlichen Ergebnisse von KPMG's Corporate and Indirect Tax Rate Survey 2010, für den zum Stichtag 1. Juli die Steuersätze in 114 Ländern miteinander verglichen wurden. Darunter befinden sich die 33 OECD-Mitgliedstaaten und alle 27 EU-Staaten.

Demnach ist der durchschnittliche weltweite Unternehmensteuersatz 2010 gegenüber dem Vorjahr von 25,44 Prozent auf 24,99 Prozent gesunken. Den deutlichsten Rückgang dabei verzeichnet Nordamerika (von 36,5 Prozent auf 35,5 Prozent). Leichte Veränderungen gab es in Europa (von 21,7 Prozent auf 21,52 Prozent). In Deutschland blieb der Unternehmensteuersatz mit 29,41 Prozent nahezu unverändert (2009: 29,44 Prozent). Lateinamerika verzeichnet 2010 als einzige Region einen gegenläufigen Trend. Hier stieg der Durchschnittssatz um etwas mehr als einen Prozentpunkt auf 27,87 Prozent an, was vor allem an der Erhöhung der Unternehmensteuer in Mexiko von 28 auf 30 Prozent liegt.

Indirekte Steuern: Deutschland über dem europäischen Durchschnitt

Uneinheitlich ist das weltweite Bild bei der Entwicklung der indirekten Steuern. Hier blieb der durchschnittliche Satz - bezogen auf alle untersuchten Länder - mit 15,61 Prozent nahezu unverändert (2009: 15,41 Prozent), doch zeigen sich hier deutliche regionale Unterschiede. Während der Durchschnittswert in Europa von 19,29 auf 19,67 Prozent leicht anstieg (Deutschland: unverändert 19 Prozent), blieb er in Afrika (14 Prozent) und Nordamerika (5 Prozent) gleich.

Ein leichter Rückgang war in der Region Asien (von 11,70 auf 11,64
Prozent) zu verzeichnen, während Lateinamerika einen Anstieg des durchschnittlichen Satzes (von 13,63 auf 13,9 Prozent) zu verzeichnen hatte.

Ernst Gröbl, im KPMG-Vorstand für den Geschäftsbereich Tax zuständig: "Die Zahlen dürften schon im kommenden Jahr deutlich anders aussehen. Denn mehrere Länder haben bereits angekündigt, ihre Unternehmensteuern zu senken. In Großbritannien beispielsweise werden diese bis 2014 von 28 auf 24 Prozent zurückgehen. Der globale Steuerwettbewerb wird sich also weiter fortsetzen. Weil Budgetdefizite reduziert werden müssen, ist mit einer breiten Anhebung der indirekten Steuern zu rechnen. Großbritannien, Spanien, Griechenland und Finnland etwa haben schon angekündigt, ihre Umsatzsteuer zu erhöhen. Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind, sollten deshalb die Entwicklung in den einzelnen Ländern genauestens im Auge behalten."

Die Studie steht unter
http://www.kpmg.de/docs/20101014_CorporateIndirectTax2010.pdf zum Download zur Verfügung.

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de
http://www.kpmg.de/docs/20101014_CorporateIndirectTax2010.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Personalisierte Medizin – Ein Schlüsselbegriff mit neuer Zukunftsperspektive
14.07.2017 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht Enterprise 2.0 ist weiterhin bedeutendes Thema in Unternehmen
03.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten