Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenzentwicklung: Investition in die Zukunft

22.09.2011
DUW befragt Personalexpertinnen und -experten aus Wissenschaft und Praxis zum Talent- und Kompetenzmanagement in deutschen Unternehmen

Jeder fünfte Erwerbstätige (22 Prozent) fühlt sich im Beruf entweder über- oder unterfordert. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 1.005 Berufstätigen im Rahmen der Studie „Kompetenz- und Talentmanagement“ der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). „Unternehmen verschwenden Potenzial, wenn sie die Kompetenzen ihrer Mitarbeiterschaft nicht richtig nutzen“, sagt Prof. Ada Pellert, Präsidentin der DUW.

„Personalverantwortliche müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Herausforderungen zutrauen. Sie müssen sie aber auch mit den Kompetenzen und Werkzeugen ausstatten, diese zu meistern.“ Zum aktuellen Stand des Kompetenz- und Talentmanagements deutscher Unternehmen befragte die DUW auf Basis der Studie „Talentpolitik auf dem Prüfstand“ Personalexpertinnen und -experten aus Unternehmenspraxis und Wissenschaft. Wenn Unternehmen die Entwicklung der Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vernachlässigen, riskieren sie eine geringere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, so die befragten Expertinnen und Experten.

Kompetenzen der Zukunft
„Kompetenzen beschreiben Fähigkeiten, um in offenen Situationen selbstorganisiert und kreativ zu handeln“, definiert Kompetenzforscher Prof. Dr. John Erpenbeck. Neben dieser Handlungskompetenz sind für die befragten Expertinnen und Experten vor allem Flexibilität, Mut zur Veränderung, Kommunikations- und Teamfähigkeit wichtige Fähigkeiten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zukunft mitbringen müssen. Daneben sollte jedes Unternehmen weitere Kompetenzen definieren, die kritisch für den individuellen Unternehmenserfolg sind, beispielsweise spezielles Fachwissen. Wichtig ist nach Aussage der Befragten, dass diese Kompetenzen an die Zukunftsstrategie des Unternehmens angebunden sind.
Die besten Köpfe finden und fördern
Immer mehr große Unternehmen legen in Jobprofilen detailliert fest, welche Kompetenzen für bestimmte Positionen und Tätigkeiten gefordert sind. Kompetenzprofile unterstützen Personalverantwortliche und Führungskräfte zum Beispiel dabei, die richtige Bewerberin für eine Stelle auszuwählen und einen Mitarbeiter gezielt zu fördern. Aus Sicht der Befragten werden Kompetenzprofile und -kataloge in den nächsten Jahren auch für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) an Bedeutung gewinnen. Weitere Human-Resources-Instrumente wie Gesprächsleitfäden und Verhaltensindikatoren zur Feststellung von Kompetenzen können zum Beispiel im jährlichen Personalgespräch zum Einsatz kommen. Weiterbildungen trainieren die Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt und „on the job“. Die befragten Expertinnen und Experten erwarten aber nur von den großen Unternehmen, dass diese ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Katalog mit internen und externen Seminaren anbieten. Eine EDV-gestützte Auswertung von Talent- und Kompetenzmanagement-Instrumenten steckt vielerorts noch in den Kinderschuhen, nimmt nach Expertenmeinung aber an Bedeutung zu.
Schlüsselrolle Führungskraft
Führungskräfte haben laut DUW-Expertenbefragung die Schlüsselrolle für das Kompetenzmanagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa zwei bis drei Stunden im Jahr pro Arbeitnehmer sollten sie explizit für das Kompetenz- und Talentmanagement aufbringen, so die Befragten. Bei Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern kann eine Führungskraft dies nicht nebenbei erledigen. Führungskräfte dabei zu unterstützen, die Talente von morgen zu entdecken und die Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzuentwickeln, ist auch Aufgabe der Personalabteilung. Vor allem große Unternehmen sollten zudem eine Person ausschließlich für das Kompetenzmanagement abstellen, so die befragten Expertinnen und Experten. Mit einem solchen Investment unterstreichen Unternehmen, dass sie es mit dem Kompetenzmanagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ernst meinen.

Mehr Informationen zur Studie und zum Thema Kompetenzmanagement unter http://www.duw-berlin.de/de/presse/duw-studie.html

Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet wissenschaftliche Weiterbildung für Berufstätige mit erstem Studienabschluss. Das Fernstudienangebot der staatlich anerkannten Weiterbildungsuniversität umfasst Masterstudiengänge in den Departments Wirtschaft und Management, Bildung, Gesundheit und Kommunikation sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme. Das flexible Blended-Learning-Studiensystem und die individuelle Betreuung ermöglichen es DUW-Studierenden, das Studium mit Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Gesellschafter der DUW sind die Freie Universität Berlin und die Stuttgarter Klett Gruppe. Als Public-Privat-Partnership steht die DUW für wissenschaftliche Qualität, Arbeitsmarktnähe und Dienstleistungsorientierung.

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an:
Pressebüro der Deutschen Universität für Weiterbildung, Annika Noffke,
Telefon: 030/2000 306 106, E-Mail: annika.noffke@duw-berlin.de

Izabela Ahmad | idw
Weitere Informationen:
http://www.duw-berlin.de
http://www.duw-berlin.de/de/presse/duw-studie.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

From rocks in Colorado, evidence of a 'chaotic solar system'

23.02.2017 | Physics and Astronomy

'Quartz' crystals at the Earth's core power its magnetic field

23.02.2017 | Earth Sciences

Antimicrobial substances identified in Komodo dragon blood

23.02.2017 | Life Sciences