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Kindheit und Jugend im Fokus aktueller Studien

07.02.2012
Wissenschaftler/-innen der Universität Vechta und der Fachhochschule Potsdam untersuchten die strukturellen Bedingungen des Aufwachsens sowie die Lebenslagen und Lebenswelten Heranwachsender in Deutschland

„Kindheit und Jugend im Fokus aktueller Studien“ lautet der Titel einer aktuellen Publikation, die ausgehend von der Berichterstattung des Bundes und der Länder sowie repräsentativer Kinder- und Jugendstudien einen Überblick über die Lebensbedingungen, Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen im heutigen Deutschland liefert.

Demographische Wandlungsprozesse in Gesellschaft und Familie, die soziale Situation, die Schul- und Bildungssituation werden darin ebenso diskutiert wie Werte, Ideale, Religiosität, Ängste, Zukunftswünsche, Engagement- und Freizeitverhalten sowie psychische Befindlichkeiten, Krankheiten und das Gesundheits- und Risikoverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ein differentieller Blick wird dabei insbesondere auf Heranwachsende in Armutslagen und mit Migrationshintergrund geworfen.

Ausgangspunkt für die beiden Autoren Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta, und Martin Stummbaum, Professor für Organisation, Planung und Finanzierung in der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Potsdam, waren die vielfältigen Bezüge, die der Themenkomplex „Kindheit und Jugend“ sowohl in den Lehramtsstudiengängen der Universität Vechta, im Bachelorstudiengang „Combined Studies“ (Erziehungswissenschaft / Sozialwissenschaft) als auch in den beiden Bachelorstudiengängen „Soziale Arbeit“, „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ sowie im Masterstudiengang „Soziale Arbeit/Schwerpunkt Familie“ der Fachhochschule Potsdam einnimmt.

Die Publikation zeigt, wie die strukturellen Bedingungen und Lebenslagen, mit denen Kinder und Jugendliche konfrontiert sind, etwa hinsichtlich der Bildungs- und Ausbildungssituation, der Probleme beim Übergang von der Schule in das Ausbildungssystem und der steigenden Kluft in der Kompetenzentwicklung zwischen Personen unterschiedlicher soziokultureller Herkunft, sich in den Ängsten, den Werten und im Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen widerspiegeln und diese prägen. Es dominieren Ängste, die sich auf die makrosoziologische Gesellschaftsperspektive beziehen lassen, wie die Angst vor Armut und Arbeitslosigkeit. Werte der privaten Harmonie dominieren und die Sekundärtugenden erfahren eine Aufwertung. Weit verbreitet bei Kindern und Jugendlichen sind chronische Erkrankungen, Allergien und Zivilisationskrankheiten wie etwa Adipositas/Fettsucht und Diabetes.
Wie stark Bildungsbeteiligung, Gesundheitsverhalten und die seelischen Befindlichkeiten der Kinder von sozioökonomischen und kulturellen Variablen wie Schichtzugehörigkeit und Migrationshintergrund abhängig sind, wird auch in dieser Publikation deutlich.

Die Publikation „Kindheit und Jugend im Fokus aktueller Studien“ ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe, die im Klinkhardt-Verlag erscheint. Der zweite Band ist bereits in Bearbeitung und behandelt (sozial)pädagogische Hilfestellungen in Kindheit und Jugend auf der Basis aktueller Studien.

Kontakt:
Prof. Dr. Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta (Tel.: 04441-15591, E-Mail: margit.vechta@uni-vechta.de)

Prof. Dr. Martin Stummbaum, Professor für Organisation, Planung und Finanzierung in der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Potsdam (Tel.: 0331 580-1151 bzw. E-Mail: stummbaum@fh-potsdam.de)

Birgit Lißke | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-potsdam.de

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