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Kinder als Karriere-Killer? – ein Trugschluss!

07.03.2011
Erfolgreiche Frauen im Management deutscher Unternehmen stufen Kinder als großes Hindernis für die Karriere ein.

In der Realität unterscheiden sich Lebenszufriedenheit und Work-Life-Balance von Managerinnen mit und ohne Kinder jedoch kaum. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Fachgebiets Marketing und Personalmanagement der TU Darmstadt.

In der Studie der Darmstädter Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg bewerteten knapp zwei Drittel der befragten weiblichen Führungskräfte Kinder als Hemmnis für das weitere berufliche Fortkommen. Tatsächlich ist die Lebenszufriedenheit von weiblichen Führungskräften mit und ohne Kinder aber ähnlich hoch.

Dasselbe gilt für die Work-Life-Balance: zwar ist bei Müttern die Beeinträchtigung der Arbeit durch die Familie stärker, dafür tragen Kinder aber auch zum psychischen Gleichgewicht bei - zum Beispiel indem sie den Managerinnen das Abschalten zu Hause erleichtern.

„Unsere Studie zeigt, dass die Beeinträchtigung der Arbeit durch die Familie durch strukturelle Angebote des Unternehmens wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten reduziert werden kann. Ab einer bestimmten Karrierestufe sind solche Maßnahmen aber nicht mehr ausreichend – Unternehmen, die mehr Frauen in Führungspositionen entwickeln wollen, müssen ihren weiblichen Führungskräftenachwuchs statt dessen auch individuell unterstützen“, so Stock-Homburg.

Für die Studie wurden von Februar bis Dezember 2010 insgesamt 183 Frauen in Führungspositionen deutscher Unternehmen befragt.

Pressekontakt
Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg
Tel. 06151/16-7322
sekretariat@stock-homburg.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/

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