Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Kampf gegen steigende Energiepreise setzen immer mehr Hauseigentümer weltweit auf energieeffiziente Lösungen

16.06.2011
Die fünfte jährliche weltweit durchgeführte Energieeffizienz-Studie zeigt:

- Energiekosteneinsparungen, staatliche Anreize und ein besseres Image sind die größten Motivationsfaktoren für energieeffiziente Investitionen.

- Der Trend zu „grünen“ Gebäuden erreicht einen neuen Höhepunkt. Fast vier von 10 Gebäuden haben eine Zertifizierung erhalten, das sind doppelt so viele wie im Vorjahr.

- Nordamerikanische Hauseigentümer erwarten, dass Beleuchtungs- und Smart-Energy-Technologien in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen werden.

Steigende Energiepreise, staatliche Anreize und das Bemühen um ein besseres Image steigern die Energieeffizienz von Gebäuden, denn nach den Ergebnissen der fünften jährlich durchgeführten weltweiten Studie zum Energieeffizienzindikator kämpft eine wachsende Anzahl von Hauseigentümern um eine Reduzierung des Energieverbrauchs.

Die Studie, in der fast 4.000 Gebäudebesitzer und -betreiber auf der ganzen Welt befragt wurden, wurde vom Johnson-Controls-Institut für Gebäudeeffizienz, dem Internationalen Verband für Facility Management und dem Urban Land Institute durchgeführt.

„Wir verzeichnen Rekordhöhen für Energiemanagement- und Energiereduzierungsprojekte auf der ganzen Welt, die hauptsächlich auf finanzielle Gründe und weniger auf Umweltsorgen zurückzuführen sind“, so Dave Myers, Vice President und President of Building Efficiency bei Johnson Controls. „Unabhängig von den Beweggründen sind Gebäude für 42 Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich. Daher ist der wachsende Trend, Gebäude energieeffizienter zu machen, ein intelligentes Geschäft, das dabei hilft, Arbeitsplätze auf heimischen Märkten zu schaffen und die Umwelt schützt. Wir gratulieren Hausbesitzern zu ihren Bemühungen, ihre Gebäude energieeffizienter und nachhaltiger zu machen.“

Obwohl der wichtigste Motivationsfaktor für Energieeffizienzprojekte weiterhin die Einsparung von Energiekosten war, spielten auch staatliche Anreize und ein besseres Image in der Öffentlichkeit eine wichtige Rolle. Diese gingen aus der Studie als zweit- bzw. drittwichtigster Grund hervor. Die Reduzierung von Treibhausgasen, 2010 noch der zweitwichtigste Faktor, rangierte 2011 nur noch auf Platz 4.

Die Gebäudebesitzer sind sich der steigenden Energiekosten deutlich bewusst. Acht von zehn Befragten erwarten, dass sich die Energiekosten im nächsten Jahr zweistellig erhöhen werden. Deshalb haben die Eigentümer es sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch um 12 Prozent zu senken.

Allerdings gibt es wesentliche Hindernisse, die diesen ehrgeizigen Zielen im Wege stehen. Der Zugang zu Finanzmitteln und finanzielle Einbußen wurden als die größten weltweiten Hemmnisse genannt. Mangelnder Zugang zu Kapital stand dann auch an der Spitze der Hinderungsgründe bei den Befragten in den USA und Kanada (38 %) sowie Europa (30 %).

„Die diesjährige Umfrage zeigt deutlich, dass die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden immer dringlicher wird und mithilfe staatlicher Anreize große Fortschritte erzielt wurden“, so Myers. „Allerdings berichten uns Gebäudebesitzer nach wie vor, dass der mangelnde Zugang zu Kapital den größten Hinderungsgrund für die Reduzierung des Energieverbrauchs darstellt. Durch einen verbesserten Zugang zu Finanzmitteln haben Politiker sehr gute Möglichkeiten, die Erzielung ihrer Energie- und Umweltziele positiv zu beeinflussen.“

Einige Aussagen von Gebäudebesitzern und -betreibern rund um die Welt im Überblick:

- Siebzig Prozent der Befragten – gegenüber 60 Prozent im Vorjahr – halten Energiemanagement für wichtig. Die Befragten in Indien (89 %) und China (85 %) zeigten das größte Interesse an diesem Thema, gefolgt von den USA/Kanada (66 %) und Europa (61 %).

- Drei von vier Befragten haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Energiebilanz oder Kohlendioxidbilanz zu verbessern.

- Fast vier von zehn Befragten haben mindestens ein „Green Building“-Zertifikat erhalten, dies sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Zusätzliche 32 Prozent (32 %) haben „grüne Bauteile“ eingebaut.

- Die Zahl derjenigen Gebäudebesitzer, die planen, ein „Green Building“-Zertifikat für bestehende Gebäude zu erhalten, lag mit 39 % etwas höher als die Zahl derjenigen, die ein Zertifikat für neue Gebäude anstreben (35 %).

- Die beliebtesten Energieeffizienzverbesserungen des letzten Jahres waren weiterhin Verbesserungen von Beleuchtungs-, Heiz-, Belüftungs-, Klimatisierungs- und Steuerungssystemen.

- Gebäudebesitzer haben einen besseren Zugang zu Energiedaten, aber nur wenige nutzen dies. Mehr als acht von zehn Befragten messen und dokumentieren ihre Daten mindestens einmal pro Woche oder Monat, aber weniger als zwei von zehn Befragten prüfen und analysieren diese Daten mindestens einmal pro Woche. Diejenigen, die eine intelligente Stromnetz-/ Gebäudetechnologie wie moderne Energiemess- und Energiemanagementsysteme eingeführt haben, unterziehen ihre Daten dreimal so häufig einer regelmäßigen Überprüfung und Analyse.

- Organisationen, die sich ein Reduktionsziel gesetzt haben, ihre Energiedaten häufig analysieren, zusätzlich interne oder externe Ressourcen einbeziehen und Fremdfinanzierung nutzen, führen viermal so viele Verbesserungsmaßnahmen ein als Unternehmen, die keine dieser Maßnahmen ergriffen haben.

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie für Nordamerika ist, dass die Zahl derjenigen Gebäudebesitzer in den USA/Kanada, die glauben, dass Energiemanagement wichtig ist, im Vergleich zum Vorjahr (52 %) zweistellig zugenommen hat (66 %). Die Gebäudebesitzer erwarten, dass Beleuchtungs- und Smart-Building-Technologien in den USA/Kanada in den nächsten zehn Jahren höhere Akzeptanzraten haben werden als Technologien für erneuerbare Energien. Siebenundsiebzig Prozent (77 %) der Gebäudebesitzer in den USA/Kanada planen, in den nächsten 12 Monaten „grüne Bauteile“ in ihre Gebäudepläne aufzunehmen. Die Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden bleibt weiterhin die wichtigste weltweite Strategie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen für die USA/Kanada (52 %), gefolgt von Europa (28 %), China (27 %) und Indien (24 %).

„Diese Ergebnisse der Studie richten sich an eine wachsende Zahl von Gebäudebesitzern und -betreibern, die sich intelligenten, leistungsstarken Gebäudetechnologien zuwenden, um ihre Energieeffizienzziele zu erreichen“, berichtet Tony Keane, Präsident des CAE und Geschäftsführer des Internationalen Verbands für Facility Management. „Experten für Gebäudemanagement werden ihre Fähigkeiten ausbauen müssen, um diese komplexen Gebäudetechnologien erfolgreich für die Bewirtschaftung und Betreibung von Gebäuden mit maximaler Effizienz zu nutzen. Wenn im Laufe des nächsten Jahrzehnts mehr Hochleistungsgebäude entstehen, werden Fortbildungen und Qualifikationsprüfung den Experten für Gebäudemanagement eine wesentliche Hilfe sein, diese Gebäude auf einem optimalen Leistungsniveau zu bewirtschaften.“

Dieses Jahr werden erstmals auch Mitglieder des Urban Land Institute (ULI) in der Studie befragt. Das ULI hat ein laufendes Arbeitsprogramm zu energiesparenden städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen, das sowohl Gebäude- als auch Standorteffizienz einschließt.

„Diese Studie zeigt Gebäudequalität und Finanzinnovationen auf, die sowohl für neue als auch vorhandene Gebäude und alle Bereiche des Immobilienmarkts eingesetzt werden können“, erklärt ULI-Geschäftsführer, Patrick L. Phillips. „Die Immobilienindustrie beweist Führungsstärke, wenn es um die Frage geht, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Energieverbrauch und nachhaltigen Gemeinschaften zu finden.“

Über Johnson Controls
Johnson Controls ist ein globales Unternehmen mit einem breit gefächerten Produkt- und Serviceangebot mit Kunden in über 150 Ländern. Mit unseren 142.000 Mitarbeitern stellen wir hochwertige Produkte her und bieten Dienstleistungen und Lösungen, mit denen wir die Energie- und Gesamteffizienz von Gebäuden optimieren. Blei-Säure-Autobatterien, innovative Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Innenraumlösungen für die Automobilindustrie ergänzen unser Portfolio. Bereits 1885 begann unser Engagement für Nachhaltigkeit – mit der Erfindung des ersten elektrischen Raumthermostats. Durch unsere solide Wachstumsstrategie und den Ausbau von Marktanteilen schaffen wir Werte für unsere Anteilseigner und tragen zum Erfolg unserer Kunden bei. 2011 erreichte Johnson Controls in der jährlich vom Corporate Responsibility Magazine veröffentlichten Liste der „100 Best Corporate Citizens“ den ersten Platz.

www.johnsoncontrols.com

Über IFMA
IFMA ist der weltweit größte und anerkannteste internationale Verband für berufliche Gebäudemanager und unterstützt über 19.000 Mitglieder in 78 Ländern. Die weltweit in 123 Ortsverbänden und 16 Gremien vertretenen Verbandsmitglieder verwalten über 37 Milliarden Quadratfuß Besitz und investieren jedes Jahr über 100 Milliarden US-Dollar in Produkte und Dienstleistungen. Der 1980 gegründete IFMA zertifiziert Gebäudemanager, betreibt Forschung, bietet Fortbildungsprogramme an, erkennt Zertifizierungsprogramme für Gebäudemanagement an und veranstaltet World Workplace, die weltweit größte Konferenz und Ausstellung für Gebäudemanagement.
Über das Urban Land Institute
Das Urban Land Institute (www.uli.org) ist ein weltweit tätiges, gemeinnütziges Bildungs- und Forschungsinstitut, das von seinen Mitgliedern getragen wird. Seine Aufgabe ist es, eine Führungsrolle in der verantwortungsvollen Nutzung von Land zu übernehmen und weltweit prosperierende Gemeinden zu schaffen und zu erhalten. Das 1936 gegründete Institut hat fast 30.000 Mitglieder und repräsentiert alle Aspekte der Landnutzung und Entwicklungsdisziplinen.

Kontakt Presse:

Johnson Controls

Nanda Aerts
Tel: +32 (0)2 709 44 81
Mail: nanda.aerts@jci.com
Angela Adams
Tel: +1 414-524-5210
Mail: Angela.S.Adams@jci.com
www.johnsoncontrols.com
FAKTOR 3 AG
Andreas Reich
Tel.: +49 (0)40 67 94 46-34
Mail: a.reich@faktor3.de
www.faktor3.de

Nanda Aerts | FAKTOR 3 AG
Weitere Informationen:
http://www.johnsoncontrols.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten