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Investoren im Bereich Erneuerbare Energien nehmen USA ins Visier

15.06.2009
Die Energiebranche ist trotz der Wirtschaftskrise optimistisch, was die Zukunft erneuerbarer Energien angeht.

So sind 78 Prozent der verantwortlichen Führungskräfte weltweit der Überzeugung, dass entsprechende Projekte trotz drastisch gesunkener Preise für fossile Energieträger und Rohstoffe nach wie vor wirtschaftlich tragfähig sind.

Nicht zuletzt aufgrund der von US-Präsident Obama angekündigten umfangreichen Subventionen für diesen Sektor planen 42 Prozent der Unternehmen innerhalb der kommenden 12 Monate entsprechende Investitionen in den USA. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 200 Verantwortlichen von Energieunternehmen, Investoren und Branchenzulieferern in aller Welt ergeben.

Interessanter Weise glauben 81 Prozent der Europäer, dass Obama seinen Ankündigungen auch Taten folgen lassen wird - unter den Amerikanern sind es nur 51 Prozent. Zwei Drittel aller Befragten (63 Prozent) sind der Ansicht, dass durch die Ankündigungen der US-Regierung auch die politisch Verantwortlichen in anderen Ländern die Subventionen für erneuerbare Energien erhöhen werden. Vor einem Jahr waren nur 37 Prozent dieser Meinung. Weitere attraktive Zielländer für Investitionen sind laut Umfrage Indien, China und Kanada - allerdings mit deutlichem Abstand zu den Vereinigten Staaten.

Die besten Wachstumsaussichten versprechen sich die Verantwortlichen für die Bereiche Solar- und Onshore-Windenergie. Hier rechnen jeweils rund 60 Prozent mit einem Wachstum von fünf Prozent in diesem Jahr. Und die Hälfte der Befragten glaubt, dass auch der Sektor Biokraftstoffe in diesem Maße zulegen wird. Leif Zierz, Partner im Bereich Corporate Finance und Leiter von M&A der KPMG Europe LLP: "In allen Technologiebereichen geben mehr Manager an, in den kommenden 12 Monaten ein Unternehmen übernehmen zu wollen als noch vor Jahresfrist." Allerdings scheint das Zeitalter der Megadeals zumindest kurzfristig vorbei zu sein. Nur noch jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) geht davon aus, in diesem Zeitraum mehr als 100 Millionen US Dollar in Fusionen oder Übernahmen zu investieren. Vor einem Jahr waren es noch 39 Prozent.

Thomas Blees
Stellv. Leiter Unternehmenskommunikation
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Klingelhöferstraße 18, D-10785 Berlin
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Thomas Blees | KPMG
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