Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Bildungsstudie ICILS misst Computerkompetenzen

20.11.2014

Achtklässler in Deutschland beim Umgang mit neuen Medien im Mittelfeld

Achtklässlerinnen und Achtklässler in Deutschland liegen im internationalen Vergleich von computer- und informationsbezogenen Kompetenzen im Mittelfeld.

Das ist das Ergebnis der heute vorgestellten neuen internationalen Vergleichsstudie ICILS (International Computer- and Information Literacy Study), dessen deutscher Teil vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Damit liegen nun erstmals international vergleichbare Erkenntnisse über computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern vor. "Durch internationale Vergleichsstudien wie PISA, TIMSS und IGLU ist das Bild über die Kenntnisse von Schülerinnen und Schülern in Deutschland immer genauer geworden.

Uns war es wichtig, dass Bildungsforscher nun auch den wichtigen Bereich der Digitalisierung detaillierter untersuchen. Ich wünsche mir, dass die ICILS-Studie den Ländern Impuls! e gibt, damit es an den Schulen zu dringend notwendigen Veränderungen und Verbesserungen kommt", sagte die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen.

ICILS zeigt wie andere internationalen Vergleichsuntersuchungen auch, dass der Anteil der besonders leistungsstarken Schülerinnen und Schüler in Deutschland nicht sehr hoch ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt den Rat der Autoren der Studie, Maßnahmen zur individuellen Förderung sowohl der leistungsstarken als auch der leistungsschwächeren Kinder weiter auszubauen.

Ein weiterer interessanter Befund: Während nach der ICILS-Studie die Ausstattung der Schulen im internationalen Durchschnitt liegt, werden die neuen Medien im Unterricht zu selten genutzt. "Ein Schlüssel für den Erfolg wird es sein, die Lehrerinnen und Lehrer für Computer- und Informationstechnologien zu gewinnen", sagte Quennet-Thielen.

"Dazu unterstützt der Bund die Länder mit der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, für die er in den kommenden zehn Jahren bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Von dieser Initiative erhoffe ich mir einen Innovationsschub a! uch beim Einsatz digitaler Medien."

Die repräsentative Untersuchung ICILS ("International Computer and Information Literacy Study") wurde im Lauf des Jahres 2013 durchgeführt; weltweit haben 21 Bildungssysteme - davon 12 in Europa - daran teilgenommen.

Auf internationaler Ebene ist die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) verantwortlich für die Organisation von ICILS. In Deutschland wird die Erhebung durch ein wissenschaftliches Konsortium durchgeführt, das von Prof. Dr. Wilfried Bos (Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund), und Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn) geleitet wird.

In Deutschland nahmen 2.225 Schülerinnen und Schüler sowie 1.386 Lehrkräfte daran teil, die aus 142 Schulen repräsentativ ausgewählt wurden.

Informationen zu zentralen Ergebnissen und zur Studie sowie weitere Informationen zur digitalen Bildung finden Sie unter: http://www.icils2013.de 


http://www.bmbf.de/de/16684.php

Pressereferat | BMBF Newsletter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise