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Inspiro-Studie: Metro der Zukunft in London vorgestellt

09.10.2013
Siemens hat in London eine Designstudie auf Basis der neuen Metro-Platform Inspiro vorgestellt. Der Zug ist leichter und energieeffizienter als heutige Modelle.

Die futuristische Gestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen von Großstädten mit besonders hohem Verkehrsaufkommen. Möglichst viele Menschen sollen komfortabel und umweltfreundlich befördert werden.



Die britische Hauptstadt will ihre Metro-Flotte erneuern und dafür mehrere Milliarden in neue Fahrzeuge investieren. Die Inspiro-Studie von Siemens ist eine mögliche Vision für Londons U-Bahn.

Das Thema Nachhaltigkeit war bei der Konzeption der Inspiro-Plattform besonders wichtig. Solche Züge fahren beispielsweise seit dieser Woche in Warschau. Sie sind in Leichtbauweise gefertigt und wiegen etwa 20 Prozent weniger als konventionelle Metros.

Das reduzierte Gewicht der Züge trägt zum niedrigen Energieverbrauch bei, der fast ein Drittel geringer ist als bei vergleichbaren modernen Metros. Die eingesparte Energiemenge würde ausreichen, um 30.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Das wirkt sich auch positiv auf die CO2-Bilanz aus. Zudem sind die Baumaterialien umweltfreundlich, weil sie zu 94,8 Prozent recycelbar sind.

Die Experten von der Siemens-Division Rail Systems legten zudem großen Wert auf Design. So sind die Türen besonders breit, damit beim Ein- und Aussteigen kein Gedränge entsteht. Der Innenraum des Inspiro bietet viel Platz für die Fahrgäste. Sie können sich frei durch den Zug bewegen, weil es keine abgetrennten Abteile gibt und die Gänge besonders breit sind.

Klare Linien und helle Farben prägen Innenausstattung. Das moderne Design setzt sich auch in der Beleuchtung fort, für die ausschließlich LEDs eingesetzt werden. Deren Vorteile: Sie sind deutlich energiesparender als herkömmliche Beleuchtung und wegen der Langlebigkeit wartungsfreundlicher. Durch verschiedene Lichtszenarien können sie sich an das Umgebungslicht anpassen.

Der Inspiro ist vollständig automatisiert und benötigt keinen Fahrer. Das ermöglicht eng getaktete Fahrpläne mit Abständen von nur 80 oder 90 Sekunden zwischen zwei Zügen. Von einer zentralen Leitstelle aus können bei Bedarf per Knopfdruck zusätzliche Züge aus dem Depot auf das Schienennetz geschickt werden.

Die Inspiro-Designstudie zeigt Siemens in Originalgröße bei einer Ausstellung zur Zukunft der Mobilität im Londoner Nachhaltigkeitszentrum The Crystal. Drei Monate lang sind auch weitere intelligente Verkehrslösungen zu sehen, darunter elektronische Fahrkarten oder Fahrgast-Informationssysteme. (2013.10.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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