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Infratest-Studie

23.11.2010
Die TIB – eine ausgewiesen lohnenswerte Investition

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist unverzichtbar für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Sie erwirtschaftet ein Vielfaches dessen, was in sie investiert wird. Dies ist das Ergebnis einer TNS Infratest-Studie unter mehr als 600 Unternehmen, Forschungsinstituten und öffentlichen Einrichtungen.

Aus jedem Euro öffentlicher Finanzierung generiert die TIB 3,80 Euro Mehrwert. Damit schafft sie für ihre Kunden einen 3,8 Mal höheren Nutzen als sie kostet. Aus 23 Millionen Euro jährlicher Förderung erwirtschaftet die TIB 87 Millionen Euro für die deutsche Wissenschaftsgesellschaft.

„Der volkswirtschaftliche Nutzen dieser Bibliothek ist beeindruckend. Darüber haben wir jetzt Zeugnis erhalten. Das Ergebnis der TNS Infratest-Studie zeichnet die TIB als effektiven Wissensgenerator und effizienten Informationsdienstleister aus. Mit ihren unschätzbaren Beständen ist sie ein wichtiger Motor für die Forschung und die Wirtschaft, die unsere Wissensgesellschaft bereichert“, sagt die Niedersächsische Wissenschaftsministerin, Professor Dr. Johanna Wanka.

Der Direktor der TIB, Uwe Rosemann, erläutert: „Mit der Studie wollten wir die Bedeutung der TIB quantifiziert darlegen. Es gibt nun den Beweis für einen Mehrwert, den die TIB für den Forschungsstandort Deutschland erwirtschaftet. Darüber hinaus freuen wir uns auch über die Bestätigung unserer Kunden aus Industrie und Forschung. Unsere Strategie, als Bibliothek neue Aufgabenfelder zu besetzen und uns weltweit zu vernetzen, wird unterstützt.“

Dr. Sabine Graumann von TNS Infratest erklärt: „Bis vor kurzem konnte der Mehrwert von Bibliotheken, öffentlichen Organisationen oder staatlichen Institutionen nur qualitativ erfasst werden. In diesem neuartigen Projektansatz wurde der quantitative Beitrag der TIB sowohl für den Einzelnen als auch für den Wissenschaftsstandort Deutschland ermittelt. Dies war eine anspruchsvolle mehrdimensionale Aufgabe.“

Zur Ergebnismessung wurde auf die Contingent-Valuation-Methode zurückgegriffen, ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, welches von den Nobelpreisträgern Kenneth Arrow und Robert Solow entwickelt wurde. Die Befragten wurden unter anderem gebeten, eine Einschätzung über die Höhe des Schadens abzugeben, gäbe es die Institution nicht mehr und was sie zu zahlen bereit wären, um diese zu erhalten. Die Methode, die bereits in vielen Bereichen, wie beispielsweise in der Kulturpolitik und im Umweltbereich, eingesetzt wird, wurde erstmals für eine öffentliche Bibliothek in Deutschland angewandt.

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist die Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik in Deutschland. Mit ihrem einmaligen Bestand an technisch-naturwissenschaftlicher Literatur in Papier- und digitaler Form ist sie die weltweit größte Bibliothek ihrer Art.

Die TIB führt zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Digitalen Bibliothek durch und ist die führende Einrichtung der technisch-naturwissenschaftlichen Informationsinfrastruktur in Deutschland.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tib-hannover.de

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