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Industrie 4.0

21.08.2012
Wie sieht die Zukunft der Produktionsarbeit aus? Umfrage zur Leitstudie »Industrie 4.0 – Produktionsarbeit der Zukunft«
Der Begriff »Industrie 4.0« beschreibt den vierten grundlegenden Paradigmenwechsel in der Produktion. Nach Mechanisierung, Industrialisierung und Automatisierung stellt der Paradigmenwechsel hin zu verstärkter Vernetzung intelligenter Produktionstechnik durch eingebettete Steuerungen die vierte industrielle Revolution dar. Das Fraunhofer IAO erforscht den Faktor Mensch in der »Industrie 4.0«.

Im sogenannten Internet der Dinge werden reale Produkte oder Produktionsverfahren mit dem Internet verbunden und können dadurch auf völlig neue Weise mit Informationen angereichert und vernetzt werden. »Cyber-Physische-Systeme (CPS)« verbinden zukünftig die virtuelle Cyberwelt mit Objekten in der real-physischen Welt. Das können Maschinen und Anlagen, aber auch Produkte, Behälter oder Werkzeuge sein. Die wirtschaftlichen Vorzüge einer stärkeren Vernetzung sind offenkundig: Der dezentrale Einsatz vernetzter maschineller Intelligenz schafft vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität.

Die Möglichkeiten von Industrie 4.0 gehen jedoch weit über die rein technischen Aspekte hinaus. Die Produktionsarbeit wird auch in Zukunft von menschlicher Arbeit geprägt sein – ganz besonders in Deutschland. Konkrete Vorteile bestehen in:

- der Einbindung der relevanten Akteure in Entscheidungsprozesse durch einen konsequenten Transfer von Social Media-Funktionalitäten in die Produktionshallen für kooperative betriebliche Entscheidungen;

- der Entwicklung interaktiver Führungsmethoden, die den neuen Möglichkeiten mobiler Informations- und Kommunikationstechnik Rechnung tragen;

- der Nutzung menschlicher Sinneswahrnehmungen, die in Ergänzung zu technischen Sensoren Informationen aus der Umgebung und dem Umfeld in Entscheidungsprozesse einbeziehen;

- dem »PatchWork«, als neuer Form hochflexibler, zeitlich, räumlich und inhaltlich verteilter Beschäftigung. Bausteine hierfür sind Multi-Job-Verhältnisse, eine sinnvolle Nutzung von Leerlaufzeiten sowie kurze und bedarfsgerechte »Arbeitszeit-Patches«.

Im Rahmen einer Studie zur »Zukunft der Produktionsarbeit« erhebt das Fraunhofer IAO bis Ende September 2012 unter www.produktionsarbeit.de Voraussetzungen, Chancen und Herausforderungen für eine Produktion nach dem Industrie 4.0-Prinzip bei Entscheidern produzierender Unternehmen.
Ansprechpartner:

Tobias Krause, Fraunhofer IAO
Telefon +49 711 970-2063
tobias.krause@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de
http://www.iao.fraunhofer.de/ua/1009-industrie-40.html

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