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Impotenz als Warnung vor drohendem Herzanfall

16.03.2010
Anhaltende Potenzprobleme könnten auf Arterienverengung hinweisen

Impotenz ist ein starkes Anzeichen für einen drohenden Herzanfall oder sogar einen Todesfall bei Hochrisiko-Patienten. Zu diesem Ergebnis ist eine Untersuchung der Universität des Saarlandes gekommen.

Eine Studie mit 1.519 Männern, die bereits an einer kardiovaskulären Erkrankung litten, ergab, dass jene, die auch impotent waren, über ein doppelt so hohes Herzanfall- oder Sterberisiko verfügten.

Anhaltende Potenzprobleme

Diese Ergebnisse legen laut BBC nahe, dass Männer die unter Impotenz leiden, auf kardiovaskuläre Erkrankungen hin untersucht werden sollten. Details der Studie wurden im Fachmagazin Circulation veröffentlicht. Impotenz wird durch einen nicht ausreichenden Blutfluss in den Penisarterien verursacht. Bei manchen Männern könnten anhaltende Potenzprobleme ein Hinweis darauf sein, dass sich die Arterien verengen.

Die Studie begleitete Männer aus 13 Ländern, die bereits an einer kardiovaskulären Erkrankung litten. Beobachtet wurde, ob sie in der Folge einen Herzanfall oder einen Schlaganfall erlitten. Die Teilnehmer wurden zu Beginn der Studie, nach zwei und nach fünf Jahren nach erektilen Dysfunktionen befragt. Die impotenten Studienteilnehmer erlitten auch um zehn Prozent wahrscheinlicher einen Schlaganfall und wurden um 20 Prozent eher nach einem Herzversagen ins Krankenhaus eingeliefert. Diese Werte blieben gleich, auch nachdem Faktoren wie Alter und Rauchgewohnheiten berücksichtigt wurden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Der leitende Wissenschaftler Michael Böhm erklärte, dass auch Männer, die Medikamente gegen ihre Impotenz einnehmen, auf kardiovaskuläre Erkrankungen hin untersucht werden sollten. Das geschehe jedoch nicht immer. Die Medikamente wirken und die Patienten kommen nicht mehr in die Sprechstunde. Es würde also nur die erektile Dysfunktion behandelt und nicht die zugrunde liegende kardiovaskuläre Erkrankung.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://circ.ahajournals.org

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