Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Immobilienentwickler in den Ländern des Golf-Kooperationsrats stehen unter zunehmendem Wettbewerbsdruck

11.09.2013
Roland Berger-Studie zeigt:

- Im Zuge der positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten des Golf-Kooperationsrats (GKR) haben sich die Immobilienmärkte weitgehend stabilisiert und zum Teil deutlich erholt

- Länder- und segmentspezifische Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in der gesamten Region, aber opportunistische Ansätze funktionieren nicht mehr

- Wettbewerb zwischen Immobilienentwicklern verschärft sich: Kundenbeziehungen werden professioneller, Bauland bleibt knapp

- Immobilienentwickler in den Golfstaaten sollten ihre Firmen- und Portfoliostrategie überdenken, um sich im veränderten Marktumfeld zu behaupten

Obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Ländern des Golf-Kooperationsrats (GKR) wieder verbessern, bleiben die Investoren bei neuen Immobilienprojekten zurückhaltend. Die Entwicklungsmöglichkeiten müssen künftig sorgfältiger und unter Beachtung der Erfahrung und Kompetenzen des Entwicklers ausgewählt werden. "Erfolg und Misserfolg im Immobiliengeschäft hängen heute davon ab, wie Immobilienentwickler mit den steigenden Kundenansprüchen umgehen und wie sie auf den starken Wettbewerbsdruck internationaler, kompetenter Anbieter reagieren. Doch auch der Zugang zu Immobilienbanken spielt hier eine wesentliche Rolle", sagt Tobias Plate, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

Chancen existieren, aber Geld verdienen wird schwieriger

Die GKR-Länder bieten immer noch gute Chancen für Immobilienentwickler. Allerdings sollten sie diese Chancen gründlich prüfen und selektiver arbeiten. Nur so können sie vermeiden, die negativen Erfahrungen der letzten Krise nochmals zu erleben. Denn damals hatten rein opportunistische Immobilienentwickler die Oberhand. "Insgesamt verschärft sich die Wettbewerbslandschaft und zwingt die Immobilienentwickler im Golf-Kooperationsrat, ihre strategische Positionierung zu überdenken", erläutert Fabian Engels, Immobilienexperte von Roland Berger im Nahen Osten.

Die Kunden sind anspruchsvoller geworden und ihre Erwartungen
gestiegen: Entwickler müssen daher ihre Fertigstellungszeiten, Kosten und insbesondere Qualitätsstandards auf internationales Niveau heben. Aus diesem Grund haben bereits viele lokale Unternehmen Allianzen mit großen internationalen Anbietern geschlossen - ein klares Zeichen dafür, dass internationale Firmen den Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen.

Schließlich wird der Zugang zu Immobilienbanken von wenigen Institutionen kontrolliert. Deshalb sind die Immobilienpreise im Golf-Kooperationsrat sehr hoch und machen bis zu 60 Prozent der gesamten Entwicklungskosten aus. Das wiederum setzt die Gewinnspannen in der Immobilienentwicklung und -ausführung unter Druck.

Opportunistische Entwicklungsansätze funktionieren nicht mehr

Unternehmen sollten daher die Entscheidung, Immobilien zu entwickeln, mit aller Sorgfalt treffen. Denn die Zeiten, in denen jede Investition in diesem Bereich erfolgreich war, sind endgültig vorbei. Nicht nur die starke Präsenz internationaler Immobilienentwickler und die steigenden Kundenanforderungen erhöhen den Druck; auch die Öffnung der Märkte und die Lockerung der Bestimmungen für ausländische Investoren und Dienstleister tragen dazu bei.

Roland Berger-Partner Tobias Plate rät daher:
"Immobilienentwickler im Golf-Kooperationsrat sollten sich auf diesem Markt deutlich positionieren und eine klare strategische Ausrichtung haben, um in Zukunft erfolgreich zu sein." Immobiliengesellschaften sollten daher auf wichtige Aspekte unter dem Gesichtspunkt der sich ändernden Rahmenbedingungen achten. Dazu gehören geographische Abgrenzung, Kundensegmente, Geschäftsmodell, Anlageintensität, Kapital- und Investitionsanforderungen, Risikopotential und mögliches Outsourcing von verschiedenen Funktionen.

Ganzheitliche Unternehmens- und Portfoliostrategie

Der langfristige Erfolg auf den Immobilienmärkten des Golf-Kooperationsrats beruht verschiedenen Faktoren, die sich gegenseitig bedingen. "Leider zeigt die Projekterfahrung, dass die Strategien der Anbieter häufig nicht alle relevanten Aspekte abdecken", sagt Fabian Engels. Firmen sollten daher ihre Gesamtstrategie auf umsetzbare Einzelziele innerhalb des Produktportfolios herunterbrechen.

Dabei sollte die Organisationsstruktur die angestrebte Wertschöpfungskette widerspiegeln. Außerdem sollten Unternehmen die richtige Wertschöpfungstiefe und -breite definieren und eine effiziente und transparente Organisation mit hochqualifizierten Mitarbeitern aufbauen. "Nur wenn sich Immobilienentwickler in den Golf-Staaten auf diese Anforderungen einstellen, werden sie sich auf diesem Markt langfristig behaupten", fasst Plate zusammen.

Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 Büros in 36 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Russo
Roland Berger Strategy Consultants
+49 (0)89 9230-8190
claudia.russo@rolandberger.com

Claudia Russo | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise