Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Bildung, niedriger Blutdruck

28.02.2011
Schlechte Lebensbedingungen erhöhen Herzrisiko

Trotz des Prüfungsstresses ist ein hohes Maß an Ausbildung gut für den menschlichen Blutdruck. Eine Studie der Brown University ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Zusammenhang bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern. Bluthochdruck wird mit Herzanfällen, Schlaganfällen und Nierenversagen in Zusammenhang gebracht.

Details der Studie wurden in BMC Public Health http://www.biomedcentral.com/bmcpublichealth veröffentlicht. Die British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk erklärte laut BBC, dass diese Forschungsergebnisse die Annahme stützten, wonach es eine Verbindung zwischen sozio-ökonomischer Deprivation und dem Herzrisiko gibt.

Langzeitstudie

Ein höheres Ausmaß an Bildung wurde mit weniger Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Das Team um Eric Loucks geht davon aus, dass der Blutdruck dafür verantwortlich sein könnte. Für die Studie wurden die Daten von 3.890 Personen über einen Zeitraum von 30 Jahren ausgewertet. Dabei handelte es sich um Teilnehmer der Framingham Heart Study http://www.framingham.com/heart .

Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Geringe Ausbildungsdauer (zwölf Jahre oder weniger), mittlere Bildung (13 bis 16 Jahre) und höhere Bildung (17 Jahre oder mehr). In einem nächsten Schritt wurde der durchschnittliche systolische Blutdruck für den Zeitraum von 30 Jahren berechnet.

Unterschied bei Frauen größer

Der Blutdruck von Frauen mit geringer Bildung war 3,26 mm Hg höher als bei jenen mit höherer Bildung. Bei den Männern betrug dieser Unterschied 2,26 mm Hg. Weitere Faktoren wie Rauchen, die Einnahme von Blutdruckmedikamenten und das Trinken von Alkohol wurden ebenfalls berücksichtigt. Die Auswirkungen auf den Blutdruck blieben wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau bestehen.

Die Wissenschaftler schreiben, dass ein geringes Bildungsniveau Menschen für sehr stressige Jobs zu prädisponieren scheint, die durch hohe Anforderungen und geringe Kontrollmöglichkeiten charakterisiert sind, die wiederum mit hohem Blutdruck in Verbindung gebracht werden. Loucks erklärte, dass weniger gebildete Frauen eher an Depressionen leiden, eher Alleinerzieherinnen sind, eher in verarmten Gegenden leben und unter der Armutsgrenze leben.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.brown.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics