Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulen nutzen Studienbeiträge effizient zur Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen

10.12.2009
Studentenwerk und Stifterverband nehmen NRW-Hochschulen unter die Lupe

Das Deutsche Studentenwerk und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft haben heute in Düsseldorf eine Studie zur Verwendung der Studienbeiträge in Nordrhein-Westfalen vorgelegt.

Der 248-seitige Bericht bescheinigt den Hochschulen, die Studienbeiträge in den vergangenen drei Semestern effizient für die Verbesserung von Lehre und Studienbedingungen einzusetzen. 29 von 33 staatlichen Hochschulen hatten in diesem Zeitraum Studienbeiträge in Höhe von bis zu 500 Euro pro Semester erhoben.

Die Hochschulen Nordrhein-Westfalens nehmen jährlich rund 280 Millionen Euro aus Studienbeiträgen ein. Ein Großteil der Mittel wird in zusätzliches Lehrpersonal, verbesserte technische Ausstattung von Seminarräumen und Laboren sowie in Tutoren- und Mentorenprogramme investiert. In neue Professuren fließt jedoch bisher erst ein geringer Teil der Mittel. "Ich finde, unsere Hochschulen sollen künftig die Hälfte der Studienbeiträge für zusätzliche Professuren und wissenschaftliches Personal ausgeben", sagte Pinkwart. Vorteil der durch Studienbeiträge geschaffenen Stellen: Sie sind nicht kapazitätsrelevant und verbessern somit sofort das Betreuungsverhältnis.

Eine Befragung von Studierendenvertretern ergab, dass drei von vier Studierenden zufrieden sind mit dem Einsatz der dezentralen Mittel - also den 65 Prozent der Mittel, die direkt an Fachbereichen und Fakultäten eingesetzt werden. Weniger positiv bewerteten die Studierendenvertreter den Einsatz der zentralen Mittel für die gesamte Hochschule. "Die Studierenden erwarten einen verständlichen und vollständigen Bericht darüber, was an ihrer Hochschule mit ihren Beiträgen passiert", sagte Pinkwart, "an dieser Transparenz müssen einige Hochschulen noch arbeiten". Der Bericht nennt aber auch Vorbilder, beispielsweise die Universität Siegen, die halbjährlich die Verwendung der Beiträge öffentlich macht und in jedem Fachbereichen mit den Studierenden diskutiert.

Die Studie regt zudem an, die Mitwirkungsrechte der Studierenden bei der Vergabe der Beiträge zu stärken. Einige Hochschulen, wie beispielsweise die RWTH Aachen oder die Ruhr-Uni Bochum, werden als positive Beispiele hervorgehoben. Hier haben die Studierendenvertreter ein Mitspracherecht, für welche Maßnahmen die Studienbeiträge verwendet werden sollen.

Als wichtigen Schritt zu mehr studentischer Mitbestimmung bewerten die Autoren der Studie die gute Einbindung der Prüfungsgremien an den Hochschulen in NRW. Sie sind zur Hälfte mit Studierenden besetzt, die Vorsitzenden kommen jeweils von außerhalb der Hochschule. Jede Hochschule, die Studienbeiträge erhebt, ist verpflichtet, ein solches Gremium als Anlaufstelle für Beschwerden einzurichten. In der vergangenen Woche hatten die Vorsitzenden im Gespräch mit Pinkwart erläutert, dass ihre Mitbestimmung an den Hochschulen immer bedeutender werde und ihre Mitsprache bei der Verwendung der Beiträge wachse.

Die komplette Studie inklusive aller Statistiken und Grafiken finden Sie im Internet unter www.studieren-in-nrw.de/studienbeitraege/

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.studieren-in-nrw.de/studienbeitraege/

Weitere Berichte zu: Stifterverband Studentenwerk Studienbedingung Studienbeitrag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie