Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-KMU sind bei Social Media noch planlos: Ungenutzte Chancen

08.08.2013
Die Möglichkeiten, die Social Media und Web 2.0-Applikationen für den direkten Kundenkontakt bieten, werden auch von technikaffinen Unternehmen nicht voll ausgeschöpft.

Eine gemeinsame Studie des IVAM Fachverband für Mikrotechnik und der Hochschule Hamm-Lippstadt zeigt, dass viele kleine und mittlere Hightech-Unternehmen (KMU) mangels Marketingplan, aber auch mangels Ressourcen und Know-how diese Medien nicht effektiv nutzen.


Welche Erwartungen haben Hightech-KMU an die Social Media-Nutzung?
HSHL/ IVAM 2013

Der Studie zugrunde liegen eine Befragung von knapp 1.700 Unternehmen der Mikro- und Nanotechnik-Branche in Europa und eine Ist-Analyse der Webseiten der IVAM-Mitgliedsunternehmen. Bei der Ist-Analyse stellte sich heraus, dass 60% der Verbandsmitglieder Social Media bereits in irgendeiner Form nutzen. Die Befragung zeigt jedoch, dass das Interesse der Zielgruppe an Social Media insgesamt eher gering ist: Bei der Bewertung auf einer Skala von 1 (nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) lag der Mittelwert gerade einmal bei 4,2.

Der am meisten genutzte Online-Kommunikationskanal der in der Studie untersuchten Hightech-KMU ist das Videoportal YouTube, gefolgt vom Kontaktformular, dem Newsletter und E-Communitys wie LinkedIn, XING und Google. Ihrer Webseite räumen die Unternehmen im Vergleich zu anderen, klassischen Marketing-Instrumenten einen hohen Stellenwert ein. Laut Befragung aktualisiert ein Drittel der Unternehmen die Website regelmäßig – also mindestens einmal die Woche. Die übrigen zwei Drittel aktualisieren ihre Website nur einmal im Monat oder sogar in längeren Zeitinterwallen, obwohl sie nach eigener Aussage in der schnellen Kommunikation über das Internet Vorteile sehen. Die Ist-Analyse der IVAM-Mitglieder-Webseiten bestätigt die Selbsteinschätzung der Unternehmen, was die Aktualität ihrer Webseite angeht.

Knapp ein Viertel der in der Datenerhebung befragten Unternehmen gibt an, dass ein Mangel an Ressourcen sie an der umfassenden Nutzung von Web 2.0- und Social Media-Anwendungen hindert. Bei gut einem Drittel der Unternehmen ist der Geschäftsführer selbst für das Web 2.0-Marketing zuständig. Dies betrifft vor allem sehr kleine Unternehmen mit unter zehn Mitarbeitern. Dreiviertel der Unternehmen agieren „planlos“: Sie haben keinen Marketingplan für Web 2.0 und Social Media. Vielen Unternehmen fehlen aber auch Informationen über die Nutzungsmöglichkeiten von Web 2.0 und Social Media.

Die Unternehmen, die Social Media aktiv nutzen, versprechen sich davon eine bessere Sichtbarkeit am Markt (40%) oder ein positives Image (29%), aber selten Umsatzsteigerungen (9 %). Der direkte Kundenkontakt ist nur für 19% wichtig. Auch die Interaktion mit anderen Stakeholdern, zum Beispiel zur Personalakquisition, ist für die Unternehmen eher zweitrangig.

Die Ergebnisse der Untersuchung haben IVAM und die Arbeitsgruppe Technologiemarketing unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Kleinkes an der Hochschule Hamm-Lippstadt in einer Kurzstudie zusammengefasst. Diese ist auf Anfrage bei IVAM erhältlich und steht unter http://www.ivam.de/research/surveys/web2-0 zum Download zur Verfügung.

Mona Okroy-Hellweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.ivam.de/research/surveys/web2-0

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie