Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

High Speed um jeden Preis?

15.02.2011
Deloitte-Report analysiert das internationale Nutzungsverhalten von Mobilfunkkunden

Bei aller Euphorie um das mobile Internet und Smartphones bleiben deutsche Konsumenten bei ihrer Zahlungsbereitschaft für mobile Breitband-Verbindungen zurückhaltend - maximal 41 Euro ist sie dem Durchschnittskunden wert. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im hinteren Bereich.

Bei der Nutzung mobiler Inhalte hat sich Social Networking fest etabliert:
Bereits 41 Prozent der deutschen Kunden nutzen Facebook & Co mobil.
Hingegen fristet mobile Werbung ein Schattendasein: Nur 15 Prozent der Befragten empfangen regelmäßig Werbe-SMS - damit ist Deutschland Schlusslicht.

Auch bei der Vernetzung von Unterhaltungselektronik sind die Deutschen zurückhaltend: Nur 25 Prozent würden mehr für die Anbindung von Consumer-Electronics-Produkten zahlen, wie die Deloitte-Studie "Addicted to mobile: perspectives on the global mobile consumer, 2011" zeigt. Hierzu wurden 30.454 Personen aus 15 Nationen befragt, davon über 2.000 aus Deutschland.

"Social Networking sowie die Verwendung von Apps haben sich bei den deutschen Mobilfunkkunden etabliert und werden nicht mehr nur von einer kleinen technikbegeisterten Gruppe junger Nutzer angenommen. Es gibt sogar noch Luft nach oben, wie der Vergleich mit unseren Nachbarn zeigt", kommentiert Dr. Andreas Gentner, Partner und EMEA Leader TMT bei Deloitte.

Zahlungsbereitschaft für High Speed begrenzt

Deutsche Mobilfunkkunden schätzen den Wert einer mobilen High-Speed-Verbindung, allerdings kennt die Zahlungsbereitschaft Grenzen: Für eine 100-Mbit/s-Verbindung scheint ein Preis von maximal 41 Euro akzeptabel - lediglich die Norweger und Japaner sind noch sparsamer. Allerdings liegen die europäischen Nachbarn bei ihrer Zahlungsbereitschaft nicht weit auseinander. In Frankreich sind die Kunden am spendabelsten und würden monatlich bis zu 45 Euro ausgeben.

Social Networking etabliert

Bereits 41 Prozent der deutschen mobilen Internetnutzer besuchen unterwegs regelmäßig soziale Netzwerke. Auch die Nutzung von Apps ist beachtlich: 35 Prozent laden mindestens 1x pro Woche eine neue App herunter. Damit werden diese Funktionen nur noch von Standardanwendungen wie Suche und allgemeinem Browsen im mobilen Netz übertroffen. Spitze im europäischen Vergleich sind wir aber nicht: 61 Prozent der Briten rufen von unterwegs Social-Networking-Seiten auf, und 40 Prozent der Franzosen laden sich mindestens 1x pro Woche eine neue App aus dem Netz.

Mobile Werbung kritisch betrachtet

Bei der SMS-Werbung hinkt Deutschland im internationalen Vergleich deutlich hinterher: Nur 15 Prozent der Befragten erhalten regelmäßig Werbebotschaften auf ihr Mobiltelefon. Hier ist Deutschland eindeutig Schlusslicht, denn 43 Prozent der Franzosen und immerhin 32 Prozent der Mobilfunkkunden in Großbritannien nutzen mobile Werbung. Eine Trendwende ist nicht zu erwarten: 70 Prozent der Deutschen können sich keine Gründe vorstellen, warum sie eine solche Werbungsform akzeptieren würden.

Internet-TV dominiert vernetzte Unterhaltungselektronik

Die Deutschen sind ebenfalls beim Thema "Connected Consumer Electronics" zurückhaltend - hier stehen immer noch Notebook und Desktop PC im Mittelpunkt. Vernetzung ist bei Unterhaltungselektronik nur ein untergeordnetes Kaufkriterium. Einzige Ausnahme bilden Fernsehgeräte mit Internet-Anschluss: Hier wollen 29 Prozent der Befragten bei einer Neuanschaffung auf die Online-Anbindung ihres Fernsehgerätes achten - TV bleibt also auch das dominante Medium der digitalen Welt.

"Die deutschen Konsumenten passen ihr Nutzungsverhalten den neuen Technologien an, sind dabei aber kritischer und selektiver als die anderen Europäer", resümiert Dr. Andreas Gentner.

Den kompletten Report finden Sie unter http://www.deloitte.com/tmt/mobile zum Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 170.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2011 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Member of Deloitte Touche Tohmatsu

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.com/de/UeberUns
http://www.deloitte.com/tmt/mobile

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie