Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Harter Wettbewerb um Talente am Arbeitsmarkt

07.03.2011
Nicht nur ArbeitnehmerInnen bewerben sich bei Unternehmen, sondern auch umgekehrt. Eine aktuelle Studie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt geht der Entwicklung von Arbeitgebermarken nach.

Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schwer zu finden, diese Erfahrung haben die meisten Unternehmen bereits gemacht.

Insbesondere TechnikerInnen, aber auch die besten fünf bis zehn Prozent der HochschulabsolventInnen, und so genannte Young Professionals, also AbsolventInnen mit Berufserfahrung, sind heiß begehrt.

Das Interesse von Unternehmen, in den Aufbau einer einzigartigen und attraktiven Arbeitgebermarke - der so genannten "Employer Brand" - zu investieren, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Übernahme von sozialer Verantwortung für die MitarbeiterInnen, angenehmes Betriebsklima, familienfreundliche Bedingungen, Aufstiegschancen und Internationalität sind Attribute, die sich in aktuellen Werbekampagnen von Konzernen wiederfinden.

Eine Studie an der Abteilung für Marketing und Internationales Management, an der Simone Hochegger und Ralf Terlutter arbeiten, geht der Frage nach, was Unternehmen dazu veranlasst, "Employer Branding" in der Unternehmensstrategie zu verankern. Für die Erhebung wurden Interviews mit den – für Employer Branding - verantwortlichen Personen in mehreren international tätigen Unternehmen geführt.

Demnach konnten vier externe und fünf interne Treiber von Employer Branding identifiziert werden: Der marktwirtschaftliche Konkurrenzdruck, der so genannte „War for Talent“ auf zunehmend globaler Ebene, ein Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften in bestimmten Branchen und gesetzliche Reglementierungen treiben Unternehmen von außen dazu an, an ihrem "Employer Branding" zu arbeiten. Zu den internen Treibern zählen unter anderem eine mangelnde Differenzierung oder Attraktivität des Arbeitgebers. Zudem sind in manchen Branchen sehr spezielle Anforderungen an ArbeitnehmerInnen gegeben. Ein weiterer interner Treiber ist die Unternehmensentwicklung, da Wachstum und Expansion mit einem höheren Bedarf an MitarbeiterInnen verbunden sind.

Der letzte interne Treiber ist die Zukunftserwartung des Managements. Demnach kann der Aufbau einer Employer Brand beschleunigt werden, wenn das Management beispielsweise eine Expansion des Unternehmens oder einen zukünftigen Engpass an qualifizierten MitarbeiterInnen erwartet und dem entgegenwirken möchte.

Dr. Romy Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-klu.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik