Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Handlungsbedarf bei Bahnhofsqualität und Radverkehr

10.01.2014
Ergebnisse einer Befragung zur Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad im Kyffhäuserkreis

Der Zustand der Bahnhöfe, die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Bahnhöfen und Bushaltestellen und die Rad-Mitnahmemöglichkeit im Bus – das sind die Bereiche, in denen im Kyffhäuserkreis der höchste Bedarf an Verbesserungen im öffentlichen Verkehr gesehen wird.

Hintergrund der repräsentativen Untersuchung, die das Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr durchgeführt hat, ist der demografische Wandel im Kyffhäuserkreis im Norden Thüringens und die damit einhergehende Änderung des Nutzerverhaltens im Verkehr.

Die Analyse wurde ermöglicht durch das EU-Projekt EURUFU (European Rural Futures), das die nachhaltige Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge in von Bevölkerungsrückgängen geprägten ländlichen Räumen zum Gegenstand hat.
Neben der Information zur Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad wurde die Hauptverkehrsmittelnutzung für die verschiedenen Alltagsaktivitäten ermittelt. Ein entscheidender Teil der persönlichen Vor-Ort-Befragung widmete sich der Beurteilung des Bus-, Bahn- und Radwegeangebotes und des Informationsangebotes. Die Befragung wurde im Frühjahr 2013 in den größeren Orten des Kyffhäuserkreises durchgeführt.

Sehr hoher Handlungsbedarf besteht aus Sicht der befragten Bürger bei dem Zustand der Bahnhöfe, den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Bahnhöfen und Bushaltestellen und der Rad-Mitnahmemöglichkeit im Bus.

Hoher Bedarf an Verbesserungen besteht bei der Anzahl der Radwege (auch zwischen den Orten), der Bedienbarkeit des DB-Ticketautomaten und dem Bahn-Ticketkauf im Allgemeinen, der Nähe des Bahnhofs zur Wohnung und schließlich bei den Bahn-Fahrpreisen und Monatskartenpreisen beim Linienbus im Kyffhäuserkreis.

Zufrieden zeigten sich die Befragten hingegen bei den Aspekten Fahrthäufigkeit der Bahn, Nähe der Bushaltestellen zur Wohnung, Fahrtgeschwindigkeit der Bahn (Reisedauer) und der Qualität der Eisenbahn-Fahrzeuge.

Weitere kostenaufwändige Investitionen in Fahrtgeschwindigkeit, Fahrthäufigkeit und Qualität der Eisenbahn-Fahrzeuge werden für ein attraktives Bahnangebot nicht für vordringlich gehalten. Vielmehr sollten die Investitionen vorrangig in den Zustand der Bahnhöfe inkl. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fließen. Kostengünstig wäre auch eine Erleichterung der Fahrradmitnahme im Regionalbusverkehr. Weiterer Augenmerk sollte auf die Vereinfachung des Bahnticketverkaufs (insb. DB-Automat), der Vergünstigung von Zeitkartenpreisen im Busverkehr und auf die Erhöhung der Anzahl und Qualität der Radwege – auch in Nachbarorte – gelegt werden.

Diese Ergebnisse werden unter anderem an die Entscheidungsträger in der Region, im Land und in den ÖV-Unternehmen weitergeleitet und auch auf den Internetseiten der Serviceagentur Demografischer Wandel (http://www.serviceagentur-demografie.de) und des Instituts Verkehr und Raum (http://www.verkehr-und-raum.de) veröffentlicht.

Attila Lüttmerding, Kontakt: attila.luettmerding@fh-erfurt.de

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-erfurt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Europas demografische Zukunft
25.07.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops