Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Haie sind am Sonntag angriffslustiger

27.05.2010
Angriffe von Haien auf Menschen statistisch gesehen

Wer einen Haiangriff unbedingt am eigenen Leib erfahren möchte, sollte an einem Sonntag rund um Neumond an die Atlantikküste Floridas bei Daytona Beach surfen gehen. Zu empfehlen sind weiters seichte Küstenabschnitte und ein schwarzes oder weißes Badekostüm. Das berichten Forscher der University of Florida im zweiten Band des Buches "Sharks and their Relatives", das soeben erschienen ist.

Strand mit Haiangriff-Rekord

Floridas Landkreis Volusia County wird oft als "Welthauptstadt der Haiattacken" bezeichnet, findet doch jeder fünfte derartige Vorfall weltweit hier statt. Warum, wo und wann Haie zum Angriff schreiten, wollten die Wissenschaftler nun erheben. Sie nahmen dazu Statistiken unter die Lupe, die seit 1956 in einem eigenen "Shark Attack File" geführt werden. Zusätzlich campierte einer der Forscher ein ganzes Jahr lang am Strand und beobachtete das Verhalten der Badenden.

Je mehr Menschen sich im Wasser befinden, desto größer auch die Chance, dass jemand auf einen Hai stößt. Besonders Surfer lassen sich ins Wasser locken, da sie mit den Sandbänken und guten Wellen des Küstenstreifens geradezu ideale Bedingungen vorfinden. Ihr Beingestrampel und Handplantschen provoziert die hier beheimateten Spinnerhaie und Schwarzspitzen-Riffhaie - und sie beißen zu. "Im trüben Wasser können die Tiere Menschen kaum von ihren üblichen Opfern unterscheiden", erklärt Studienleiter George Burgess vom Museum of Natural History.

Surfen ist gefährlich

Allerdings enden die Haiangriffe im Volusia County in der Regel bei weitem nicht so tragisch wie man aus Filmdarstellungen schließen könnte. Fast immer gelingt den Opfern die Flucht ohne ernsthafte Verletzung. "Alle Vorfälle gleich als Attacken zu bezeichnen ist irreführend, da die Folgen oft nicht schlimmer als ein Hundebiss sind. In Florida reden wir von zwei-Meter-Haien, die sich auf kleinere Fische spezialisieren. Beim ungleich größeren Weißen Hai in Kalifornien verläuft ein Angriff freilich anders", so Burgess.

In dem Küstenabschnitt gab es bisher 231 Angriffe, wobei 220 detailliert protokolliert wurden. Die Opfer sind fast ausschließlich junge Männer weißer Hautfarbe, da sie auch statistisch die meiste Zeit im Wasser verbringen. Fußbisse sind die Regel, in selteneren Fällen erwischt der Hai einen Arm. Betroffen sind zu 61 Prozent Surfer, wie auch die häufigste Angriffszeit am frühen Morgen und späten Nachmittag den Zeiten entspricht, an denen die Wellen am höchsten sind. "Zu diesen Tageszeiten sitzen die meisten Surfer auf ihrem Brett oder warten stehend auf die beste Welle", so der US-Forscher.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ufl.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise