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Gute Perspektiven für Bachelor-Absolventen - Neue Studie belegt Erfolge bei der Jobsuche und eine hohe Mobilität

08.10.2009
Eine neue Studie zum Berufserfolg von Hochschulabsolventen belegt: Bachelor-Absolventen haben gute Berufschancen. Sie haben bei fächerübergreifender Betrachtung vergleichbare Chancen, eine Anstellung zu finden wie Absolventen früherer Studiengänge.

Die Beschäftigungssuche dauert mit rund drei Monaten genauso lang wie bei Diplom- und Magisterabsolventen. Darüber hinaus schätzt sich ein gleich hoher Anteil von Bachelor-Absolventen als ausbildungsadäquat beschäftigt ein und ist mit der Erstanstellung überwiegend zufrieden.

"Die Studie ist ein erfreulicher Beweis dafür, dass wir mit der Bologna-Reform den richtigen Weg eingeschlagen haben", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. "Die gestufte und international vergleichbare Studienstruktur funktioniert gut. Und der vielfach kritisierte Bachelor eröffnet nicht nur die Möglichkeiten für ein weiteres Studium, sondern auch für gute Berufschancen. Jeder Absolvent kann hier nach seinen Neigungen und Fähigkeiten entscheiden."

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Über die Hälfte der Bachelor-Absolventen von Universitäten studiert weiter. Durch die im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Weiterstudierendenquote wird auch die relativ niedrige Studierendenanfängerquote in Deutschland teilweise ausgeglichen.

18 Monate nach Abschluss eines Bachelor-Studiums - unabhängig davon, ob dieses an einer Fachhochschule oder an einer Universität absolviert wurde - sind lediglich drei Prozent (Universität) beziehungsweise vier Prozent (Fachhochschule) ohne Beschäftigung. Die Studie kommt auch zu positiven Befunden, was die internationale Mobilität der Bachelor-Studierenden angeht: Bei fächerübergreifender Betrachtung zeigen sich insbesondere die Bachelor-Absolventen der Fachhochschulen international mobiler als bislang angenommen. Rund 35 Prozent haben einen Auslandsaufenthalt im Rahmen ihres Studiums absolviert, bei den Diplom-Studierenden sind es nur 29 Prozent. Mit Blick auf Studienabsolventen der Universitäten lauten die entsprechenden Werte 32 Prozent (Bachelor) und 39 Prozent (Diplom).

Mit der Bologna-Reform hat sich das Studieren an den Hochschulen in Deutschland verändert. Diplom und Magister als bisherige Regelabschlüsse werden durch die international üblichen Bachelor-/Master-Abschlüsse ersetzt. Mit der Einführung dieser gestuften Studienstruktur sollen die internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse verbessert und vielfältigere Bildungsbiographien ermöglicht werden. Vor allem dem Bachelor als erstem berufsbefähigenden Abschluss kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.

Die Studie zum Berufserfolg von Hochschulabsolventen stammt von dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER-Kassel). Aus Anlass Tagung "Studienbedingungen, Kompetenzerwerb und Berufserfolg" an der Freien Universität Berlin am 08./09. Oktober 2009 werden die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt.

Ansprechpartner für weitere Fragen zur Studie ist:
Dr. Harald Schomburg
Internationales Zentrum für Hochschulforschung (INCHER), Universität Kassel
Tel.: 0561/8042415; E-Mail: schomburg@uni-kassel.de

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

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