Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gute Chancen in der türkischen Automobilindustrie für Automobilzulieferer, die auf Qualitätsproduktion für den Export setzen

17.10.2011
Bevorstehende Webkonferenz zur türkischen Automobilindustrie; jährliches inländisches Verkaufsvolumen bei Light Vehicles vor 2015 voraussichtlich rund eine Million Einheiten; jährliche Inlandsproduktion bis 2020 bei 1,5 Millionen Einheiten

Ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von über sieben Prozent, das steigende Einkommen und eine ungesättigte Inlandsnachfrage mit nur 110 Autos pro 1.000 Einwohner haben die Nachfrage nach Light Vehicles in der Türkei erheblich verstärkt. Die Produktion des Chery und auch der Anstieg der Fertigungskapazität des Hyundai i20 und der Ford-Transit-Modelle dürften bedeutende Produktentwicklungen in den nächsten fünf Jahren darstellen.

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.automotive.frost.com) zur türkischen Automobilindustrie verdeutlicht, dass es bis zum Jahr 2025 weltweit rund 30 Megastädte mit einer Bevölkerung von über zehn Millionen Menschen geben wird. Fast 55 Prozent der Weltbevölkerung werden in den von Frost & Sullivan identifizierten Top 20 Städten leben. Istanbul mit seinen 13 Millionen Einwohnern ist eine dieser Megastädte, die sowohl Herausforderungen für die Mobilität stellt als auch Chancen für neue Mobilitätsmodelle bietet. Mit einer Bevölkerung von über vier Millionen Menschen zählen Ankara und Izmir zu den so genannten Superstädten, und weitere neun aufstrebende Städte werden den Bedarf nach neuen Mobilitätsmodellen zusätzlich erhöhen. Frost & Sullivan hat zudem drei Megakorridore identifiziert: Marmara, Aegeon und Cukurova, die ein starkes Aufkommen von schweren Nutzfahrzeugen verzeichnen und neue Handels- und Dienstleistungsnetzwerke erforderlich ma chen.

Die türkische Fertigungsindustrie konzentriert sich vollständig auf Exporte nach Europa und den Vereinigten Staaten, wobei Europa allein 65 Prozent der Exporte ausmacht. Die Türkei wird jedoch nach anderen Exportmärkten im Mittleren Osten und in Nordafrika Ausschau halten müssen, um ihre Abhängigkeit von dem äußerst volatilen westeuropäischen Automobilmarkt zu verringern.

„Klar definierte staatliche Unterstützung für den Produktionsaufbau, eine junge Bevölkerung (64 Prozent der Bevölkerung ist zwischen 15 und 59 Jahre alt) und F&E-Einrichtungen werden erhebliche ausländische Investitionen im Automobilsektor anlocken“, erklärt Frost & Sullivan Programme Manager, Mohamed Mubarak M M. „Steuerreformen, eine stark anwachsende Bevölkerung, geringe Kosten und die traditionsgemäß qualitativ hochwertige Fertigung machen die Türkei zu einem attraktiven Investitionsstandort für Automobilhersteller und Zulieferer.“

Frost & Sullivan identifizierte sieben auf Fahrzeugpreis und -grösse basierende Verbrauchersegmente. Fahrzeuge in der Preisklasse von 25.000 Türkische Lira (TRY) bis 50.000 TRY und mit einer Länge zwischen 3.700 mm und 4.500 mm bedienen drei verschiedene Verbrauchersegmente: das ‚untere-mittlere’ Segment für Privat- bzw. Familienwagen („low-medium family“, z.B. Fiat Fiorino, Opel Corsa), das ‚untere-mittlere’ Segment für Privat/Familien- bzw. Flottenwagen („lower-medium fleet/family“, z.B. Ford Transit Connect, Renault Kangoo) sowie das ‚gehobene-mittlere’ Segment für Familien- bzw. Privatwagen („upper-medium family“, z.B. Renault Megane, Toyota Corolla).

Eine Studie der Fahrzeugpreise und Varianten hat ergeben, dass die meisten der verkaufsstarken Modelle das untere-gehobene („low/upper“) mittlere Verbraucher/Flotten-Segment bedienen. Die verkaufsstarken, auf das mittlere Familien-Verbrauchersegment zugeschnittenen Kompaktwagen und Limousinen weisen mehr als 20 Varianten auf. Modelle, die das mittlere Flotten/Verbraucher-Segment bedienen liegen in der Preissparte von 24.000 TRY bis 40.000 TRY, verfügen jedoch nur über wenige Varianten. Sie bieten hingegen zahlreiche Optionen innerhalb einer begrenzten Bandbreite von Varianten.

Eine der größten Herausforderungen für Automobilhersteller ist sicherlich die hohe Steuer für Personenkraftwagen. Die Sonderverbrauchssteuer (SVS), die auf Luxusgüter erhoben wird, gilt auch für Pkws. Die Steuer erhöht den Preis der Fahrzeuge mit einem Hubraum über 1600 cm³ um über 60 Prozent. Eine zusätzliche, über die SVS gelegte Mehrwertsteuer von 18 Prozent hebt den Preis auf über 80 Prozent für Autos mit einem Hubraum über 1600 cm³.

Da die Kraftstoffpreise im Land bereits zu den höchsten der Welt zählen, sind die Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs für viele Verbraucher untragbar. Die SVS ist jedoch eine wichtige Einnahmequelle für die Regierung, da sie die Verluste an Importeinnahmen nach der Zollunionsvereinbarung im Jahr 2009 ausgleicht. Zugleich hemmen jedoch die Steuern die Automobilabsätze, die sonst das Wachstum der türkischen Wirtschaft begünstigen würden.

„Autos sind in der Türkei vor allem deshalb teuer, weil 70-75 Prozent der verkauften Fahrzeuge importiert werden“, erläutert Mubarak. „Das Wirtschaftswachstum treibt inzwischen die Inlandsnachfrage und daher ist Frost & Sullivan der Ansicht, dass die Türkei Fahrzeuge vor Ort herstellen kann, um den inländischen Markt zu bedienen.“

Frost & Sullivan veranstaltet eine Webkonferenz mit dem Titel Growth Opportunities in Turkish Passenger and Electric Vehicle Market, die am Mittwoch, den 2. November 2011, um 16.00 Uhr MEZ stattfinden wird. Programme Manager Mohamed Mubarak wird zusammen mit Research Manager, Herr Melih Nalcioglu, einen Überblick über die aktuellen Chancen im türkischen Markt für Light Vehicles und Elektrofahrzeuge präsentieren.

Die Webkonferenz steht allen an diesem Markt Interessierten offen und wird sich mit den Auswirkungen der Urbanisierung und anderer Megatrends auf die persönliche Mobilität und die Zukunft der Automobilindustrie in der Türkei auseinandersetzen. Aufgezeigt werden bestehende Chancen im sich entwickelnden türkischen Markt für Elektrofahrzeuge sowie eine Verbrauchersegmentierung für die Markteinführung der jeweiligen Fahrzeuge. Weitere Schwerpunkte stellen die Handelsstrukturen in der Türkei, der Einbau von Standardausrüstung im Vergleich zu Zusatzausrüstung sowie die allgemeine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und das Ökosystem dar.

Die Teilnahme an dieser Webkonferenz ist vor allem für Komponentenhersteller, Händler und Fahrzeughersteller interessant, die aus der Diskussion aufkommender Trends und Zukunftsprognosen für den türkischen Markt für Light Vehicles und Elektrofahrzeuge Nutzen ziehen können.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu dieser Studie oder an einer Teilnahme an der Webkonferenz wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Nach Eingang der Kontaktdaten wird Ihnen per E-Mail ein Link zur Registrierung zugesendet. Auf Anfrage kann auch jederzeit eine Aufzeichnung der Webkonferenz zur Verfügung gestellt werden.

Die Studie CEO 360 Degree Perspective of The Automotive Industry in Turkey ist Bestandteil des Visionary Innovation Research Programms, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Impact of Urbanization and Development of Megacities on Mobility and Vehicle Technology Planning, Strategic Analysis of the European Microcars Market, Sustainable and Innovative Personal Transport Solutions - Strategic Analysis of Carsharing Market in Europe, Russian Automotive Market Outlook in 2008 - 2010: Impact of Economic Slowdown on the Future of Auto Sales and Production, How the Economic Crisis is Affecting the Passenger and Light Commercial Vehicle Market in Mexico, Implementation Roadmap of CO2 Tax Banding in European Countries and Impact Analysis on Powertrain and Green Technology Adoption, and Identification of the Top 25 Fastest Growing Automotive Supplier based on Analysis of Geographic, Technology and Financial Portfolio. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basiere n auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: CEO 360 Degree Perspective of the Automotive Industry in Turkey (M67B)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik