Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Green Storage steckt beim Mittelstand noch in den Kinderschuhen

21.10.2008
IT-Storage-Studie von Fleishman-Hillard und speicherguide.de

Wachsende Datenmengen und steigende Strompreise zwingen mittelständische Unternehmen, über die Energieeffizienz ihrer Speichersysteme nachzudenken - so die Theorie. In der Praxis gehört der Faktor Stromverbrauch beispielsweise beim Kauf von Datenspeichern noch längst nicht zu den ausschlaggebenden Kriterien.

Hier sind etwa die Zuverlässigkeit oder der Preis eines Systems die bestimmenden Faktoren. Zu diesem und weiteren Ergebnissen kommt eine gemeinsame Befragung der PR-Agentur Fleishman-Hillard und des Fachmagazins speicherguide.de unter 262 Managern und IT-Fachleuten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die mit dem Marktforschungsinstitut Smart-Research durchgeführt wurde.

Green Storage - generelles Bewusstsein vorhanden

Befragt nach dem Stellenwert, den IT-Spezialisten Green Storage in ihrem Unternehmen zumessen, antworteten mit 52% mehr als die Hälfte der Befragten, dass umweltfreundliche Speichertechnologien für sie eine mittlere Bedeutung haben. Knapp ein Fünftel (18%) räumt diesen sogar eine hohe, 5% eine sehr hohe Bedeutung ein. Letztere kaufen bereits sogar gezielt "grüne" Speicherlösungen. Im Umkehrschluss spielt Green Storage nur in 19% der befragten Unternehmen keine Rolle.

Bei den Energiekosten fehlt der notwendige Durchblick

Knapp die Hälfte der Befragten (49%) schätzt, dass der Anteil der IT-Storage-Umgebung am Gesamtstromverbrauch der IT-Abteilung weniger als 20% beträgt; weitere 20% der Befragten gehen von einem Anteil zwischen 21% und 50% aus. Wiederum 21% der Teilnehmer geben offen zu, sich über die Höhe dieses Anteils nicht im Klaren zu sein. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer (33%) ist nicht imstande einen Euro-Betrag für die jährlichen Stromkosten der Speicherinfrastruktur zu schätzen, was zeigt, dass das Thema Energieeffizienz im Bewusstsein der Verantwortlichen bislang allenfalls eine Nebenrolle spielt.

Stromverbrauch bei Kaufentscheidung lediglich untergeordnetes Kriterium

Angesichts der schwierigen Berechenbarkeit des Faktors Energiekosten überrascht es nicht, dass der Stromverbrauch als Kriterium beim Kauf von Datenspeichern für die Befragten bei acht zur Auswahl gestellten Merkmalen mit 12% der Nennungen lediglich Rang sieben belegt. Zuverlässigkeit hingegen ist hier mit 77% das mit Abstand wichtigste Kriterium, gefolgt von Leistungsfähigkeit und Preis mit jeweils 49%. Danach folgen Skalierbarkeit (34%), Bedienbarkeit (29%) sowie Zukunftssicherheit. Die Verwaltungskosten bilden mit 5% der Nennungen das Schlusslicht bei dieser Frage.

Karl Fröhlich, Chefredakteur und Herausgeber von speicherguide.de, erklärt sich das so: "Zwar ist Green Storage seit einiger Zeit in aller Munde und viele Unternehmen sind diesbezüglich sensibilisiert.

Dieses Bewusstsein bedeutet aber noch lange nicht, dass Stromverbrauch und Energieeffizienz in der Praxis bereits bestimmende Faktoren wären."

Robert Belle, Associate Director und Leiter der Studie bei Fleishman-Hillard ergänzt: "Aus Sicht der Unternehmen haben Speicherlösungen vor allem leistungsstark, zuverlässig und günstig zu sein. Damit die Kalkulation aber nicht zur Milchmädchenrechnung wird, sollten gerade preissensible Mittelständler Folgekosten für Strom und Verwaltung in ihre Planung mit einbeziehen."

Effizienzsteigerung: Speicherkonsolidierung und -virtualisierung mit größtem Potenzial

Auch wenn Speichermanagementstrategien wie etwa Virtualisierung erst von knapp einem Drittel der Befragten (29%) tatsächlich eingesetzt werden: mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (57%) traut diesem Ansatz zu, die Energiekosten ihrer IT-Storage-Umgebung zu reduzieren. Ebenso viele erhoffen sich von der Konsolidierung bestehender Speichersysteme Einsparungen. Sehr konkret sind auch die Erwartungen hinsichtlich Daten-Deduplizierung beziehungsweise (Weiter-)Entwicklung eines Speichernetzwerks. Hier gehen 50% beziehungsweise 40% von einem konkreten Einsparpotenzial aus.

Die IT-Storage-Projekte der kommenden 12 Monate*

Dass ein gewichtiger Teil der befragten Mittelständler das Potenzial der erwähnten Speicherstrategien auch tatsächlich nutzen will, zeigen die Antworten zu den in den nächsten zwölf Monaten anstehenden IT-Storage-Projekten. Neben "Evergreens" wie schnellerer Datenwiederherstellung (49%) und dem Erreichen kürzerer Backup-Zeiten (44%) stehen auch Verfahren mit Energiespar-Potenzial wie die Speicher-Konsolidierung (45%), die Speicher-Virtualisierung (37%) sowie die Daten-Deduplizierung (33%) in den Pflichtenheften zahlreicher Unternehmen. Eine revisionssichere Archivierung sowie die Hochverfügbarkeit der Daten haben jeweils 38% der Befragten auf ihrer To-do-Liste.

Robert Belle | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.fleishmaneurope.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Blutplättchen im Visier

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Jeder Zweite nimmt mindestens einmal im Jahr an einer Weiterbildung teil

24.05.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics