Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Glitzer-Glamour-Werbe-Welt? Kommunikationsbranche muss an ihrem Image arbeiten

17.03.2011
Auch in der Kommunikationsbranche mangelt es derzeit an qualifizierten Nachwuchskräften. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) beauftragte deshalb die Werber der Hochschule der Medien (HdM) mit einer bundesweiten Umfrage unter 778 Studierenden sämtlicher Fachrichtungen.

Was erwarten Nachwuchsfachkräfte von einem Arbeitgeber? Mit welchen Erwartungen treten sie in das Berufsleben ein? Und wie steht es um das Image von Werbe- und Kommunikationsagenturen bei den Studierenden? Dies waren die zentralen Fragen, denen in der„Nachwuchsstudie Kommunikation 2011“ nachgegangen wurde.

Soziales Arbeitsumfeld entscheidend

Ein Ergebnis: Studierende legen bei der Wahl ihres Arbeitgebers besonderen Wert auf ein freundschaftliches, familiengerechtes und sicheres Arbeitsumfeld. Eine eher untergeordnete Rolle bei ihrer Entscheidungsfindung spielen Faktoren wie internationale Entwicklungsoptionen, Erfolg oder Reputation des Unternehmens. Der Standort ist dagegen für 69 Prozent der Befragten „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Dabei erfreuen sich die Städte innerhalb Deutschlands sich unterschiedlicher Beliebtheit: Hamburg ist mit großem Abstand der begehrteste Standort der angehenden Absolventen, Berlin und München zählen ebenfalls zu den Favoriten. Düsseldorf bildet das Schlusslicht.

Gehalt - Frauen sind weniger selbstbewusst

61 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie zum Berufseinstieg ein Jahres-Bruttogehalt von mindestens 30.000 Euro erwarten. Deutliche Unterscheide zeigen sich zwischen Männern und Frauen: Knapp drei Viertel der befragten Männer fordern mindestens 30.000 Euro, bei den Frauen ist es die Hälfte. Zudem variieren die Gehaltsvorstellungen der Befragten abhängig vom Studiengang: Ingenieure haben das größte Selbstbewusstsein, Sozial- und Geisteswissenschaftler sind am bescheidensten.

Wenig Wissen über Branche

Drei Viertel der Studenten in Deutschland können sich vorstellen, nach dem Abschluss ihres Studiums in einer Werbe- oder Kommunikationsagentur zu arbeiten. Für mehr als 80 Prozent davon sind Agenturen ein inspirierendes und junges Arbeitsumfeld. 78 Prozent schätzen die Arbeit und Aufgabengebiete als vielseitig und abwechslungsreich ein, 60 Prozent sehen in der Agenturbranche Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. Insgesamt zeigt sich, dass die Studierenden aber zu wenig über die Werbe- und Kommunikationsbranche und deren Berufsfelder wissen. „Die Ergebnisse der Studie demonstrieren, dass Werbe- und Kommunikationsagenturen mehr Transparenz schaffen sollten, um das tendenziell positive Image beim Nachwuchs zu festigen“, bilanziert Professor Dr. Andreas Baetzgen von der HdM.

Datenbasis der Studie

Konzipiert und durchgeführt wurde die Studie von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Werbung und Marktkommunikation an der HdM. Professor Dr. Andreas Baetzgen betreute das Projekt. Insgesamt 778 Studenten nahmen an der Online-Studie teil, die über das Studentenportal „allmaxx“ verschickt wurde. Die empirische Online-Erhebung fand vom 4. bis zum 11. Dezember 2010 statt. Unter den 778 Teilnehmern sind 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer. Knapp mehr als die Hälfte von ihnen befindet sich in einem Bachelor-Studium, der Rest in Diplom- und Master-Studiengängen. Fast drei Viertel der Befragten studiert an einer Universität, ein Drittel an staatlichen oder privaten Fachhochschulen und ein geringer Anteil an Kunsthochschulen. Fachlich sind die meisten Befragten in den Geistes- und Sozialwissenschaften angesiedelt, gefolgt von Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurswesen, Naturwissenschaften, Informatik und gestalterischen Fächern.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Baetzgen
Studiengang Werbung und Marktkommunikation
Telefon: 0711/89232294
E-Mail: baetzgen@hdm-stuttgart.de

Kerstin Lauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hdm-stuttgart.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Proteine Zellmembranen verformen

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor Oliver Daumke vom MDC erforscht. Er und sein Team haben nun aufgeklärt, wie sich diese Proteine auf der Oberfläche von Zellen zusammenlagern und dadurch deren Außenhaut verformen.

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor...

Im Focus: Safe glide at total engine failure with ELA-inside

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded after a glide flight with an Airbus A320 in ditching on the Hudson River. All 155 people on board were saved.

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded...

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Poseidon goes Politics – Wer oder was regiert die Ozeane?

27.02.2017 | Veranstaltungen

Fachtagung Rapid Prototyping 2017 – Innovationen in Entwicklung und Produktion

27.02.2017 | Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herz-Untersuchung: Kontrastmittel sparen mit dem Mini-Teilchenbeschleuniger

27.02.2017 | Medizintechnik

Neue Maßstäbe für eine bessere Wasserqualität in Europa

27.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wenn der Schmerz keine Worte findet - Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung

27.02.2017 | Medizintechnik