Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gleitsichtbrillen: Erhöhte Sturzgefahr für Senioren

26.05.2010
Wechsel auf normale Brillen reduziert Unfälle um 40 Prozent

Viele Stürze könnten verhindert werden, wenn ältere Menschen ihre Gleitsichtbrillen nicht unterwegs tragen. Stürze sind die häufigste Todes- und Unfallursache in dieser Altersgruppe. Ein Forscherteam unter der Leitung des Prince of Wales Medical Research Institute ist zu dem Ergebnis gekommen, dass 40 Prozent dieser Unfälle verhindert werden könnten, wenn außerhalb des Hauses normale Brillen getragen werden würden.

Probleme mit dem Gleichgewicht

Gleitsichtbrillen werden häufig verschrieben, um Kurz- und Weitsichtigkeit gleichzeitig zu korrigieren. Das Team um Stephen R. Lord weist jedoch darauf hin, dass dadurch Probleme mit dem Gleichgewicht entstehen können. Das Risiko zu stürzen wurde bereits in der Vergangenheit untersucht. Man konzentrierte sich jedoch laut BBC vor allem auf das Stiegensteigen und Aktivitäten außer Haus.

Die Vorteile der Brillen müssen jedoch laut den aktuellen Untersuchungen gegen die möglichen Risiken abgewogen werden. Das gilt vor allem bei Aktivitäten, die eine Veränderung in der Brennweite erfordern, wie zum Beispiel das Lenken eines Autos, Einkaufen oder Kochen.

Die Wissenschaftler luden mehr als 600 Personen über 65 und 80 Jahren ein, an der Studie teilzunehmen. Alle waren in der Vergangenheit bereits gestürzt. Alle Teilnehmer trugen normalerweise Gleitsichtbrillen und benutzten sie mindestens drei Mal pro Woche auch außerhalb der eigenen vier Wände. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt in der Folge für draußen normale Gläser. Gesamt gesehen, kam es in der ersten Gruppe zu acht Prozent weniger Stürzen.

Zwischen Gleitsichtgläsern und normalen Brillen wechseln

Vor allem bei jenen, die regelmäßig außer Haus unterwegs waren, zeigte sich ein entscheidender Unterschied. Es passierten um 40 Prozent weniger Unfälle. Daher empfehlen die Wissenschaftler, trotz der mangelnden Bequemlichkeit zwischen Gleitsichtgläsern und normalen Brillen zu wechseln. Für jene, die sich vorwiegend im Haus aufhalten, bleiben die Gleitsichtgläser jedoch nach wie vor die beste Lösung.

Details der Studie wurden im British Medical Journal http://www.bmj.com veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.powmri.edu.au
http://www.bmj.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie