Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gen gibt Hinweise auf zukünftigen Nachwuchs

06.11.2009
Hightech-Methoden unterstützen Familienplanung

Mit einem Gentest wollen Forscher die drängende Frage nach einem späteren Kinderwunsch bei Frauen klären. Viele Frauen planen ihre Schwangerschaft auf einen späteren Zeitpunkt ihres Lebens zu verschieben. Doch dann kommt es häufig zu Komplikationen.

Um vorab Informationen darüber zu geben, wie fruchtbar eine Frau ist, haben Forscher um Norbert Gleicher vom Center for Human Reproduction in New York einen Gentest entwickelt, der darüber Aufschluss gibt.

Eine Frau hat bei der Geburt ein bis zwei Mio. Follikel. Während ihres gesamten Lebens werden rund 400 davon reif und können befruchtet werden. In der Pubertät sind immer noch rund 400.000 Follikel vorhanden. Ihre Zahl nimmt bis zur Menopause stetig ab. Ab dem Alter von 35 Jahren sinkt diese Zahl rapide, wie auch der Reproduktionsmediziner Wilfried Feichtinger vom "Wunschbaby-Zentrum - Institut für Kinderwunsch" im pressetext-Interview erklärt.

Gen gibt Aufschluss über frühe Menopause

Frauen, die eine gewisse Version des FMR1-Gens in sich trugen und veränderte Werte des Anti-Müller-Hormons (AMH) hatten, zeigten deutliche Hinweise dafür, dass sie früher in die Menopause kommen, als jene, die diese Genkombination nicht hatten. "Wir können ein 18- oder 20-jähriges Mädchen untersuchen und feststellen, ob diese Genkombination vorliegt und daraus schließen, ob sie ein größeres Risiko einer früheren Menopause in sich trägt", so der Forscher. Bis zum kommenden Jahr will Gleicher einen solchen Test als Werkzeug bereit stellen. "Dann können Frauen über ihren Kinderwunsch frei entscheiden."

"Gentests gibt es heute für alle möglichen Dispositionen", meint Feichtinger. Die Frage sei natürlich, wie relevant ein solcher Test sei. Dass es eine genetische Prädisposition gibt, stellt der Mediziner auch nicht in Frage. "Ob und wie lange Frauen Kinder bekommen können, hängt aber auch von anderen Faktoren wie etwa Ernährung, Rauchen und der Umweltbelastung zusammen", erklärt der Experte. Mithilfe von Ultraschalluntersuchungen sei jederzeit die Zahl der Follikelreserven feststellbar.

Hormon gibt Hinweise auf frühere Menopause

Auch wenn die Eierstöcke früher altern und dies zu einer Abnahme der Qualität und Quantität an Eizellen führt, sei das noch kein Hinweis darauf, dass Frauen keine Kinder mehr bekommen können, meint Frank Broekman vom University Medical Center in Utrecht http://www.umcutrecht.nl . "FMR1 ist nicht der einzige Faktor, der auf eine frühere Eierstock-Alterung hinweist", so Broekman, der vor kurzem entdeckt hat, dass gesunde Frauen mit altersmäßig geringen AMH-Werten früher in die Menopause kommen.

Der Wissenschaftler hatte Frauen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf die AMH-Werte untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass man die Untersuchung auch an jüngeren Frauen durchführen könnte. Dann müsse man allerdings damit rechnen, dass es eine größere Variabilität in den Hormonwerten gebe.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.centerforhumanreprod.com
http://www.wunschbaby.at

Weitere Berichte zu: Follikel Gen FTO Genkombination Gentest Human Reproduction Kinderwunsch Menopause

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau