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Wie Ganztagsschule erfolgreich ist: Qualität der Angebote im Fokus der Forschung

04.11.2011
Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen StEG wird fortgesetzt

Die Fortsetzung der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) stellt die Qualität der außerunterrichtlichen Angebote und die individuelle Förderung in den Fokus der Forschung. Bis 2015 werden dazu Untersuchungen durchgeführt und Schülerinnen und Schüler in Ganztagsschulen von der Grundschule über die Sekundarstufe I bis zum Übergang in die Berufsausbildung befragt.

Zudem werden 2012 und 2015 in einer bundesweit repräsentativen Befragung von Schulleitungen Daten zur aktuellen Ganztagsschulsituation erhoben. „Die umfangreichen seit 2005 in StEG gewonnen Ergebnisse sind Grundlage für unsere weiterführenden Fragestellungen. Gleichzeitig können wir nachzeichnen, wie sich die Ganztagsschullandschaft bundesweit über viele Jahre entwickelt und verändert.

Die Ergebnisse geben Politik und Schulpraxis Hinweise für die Gestaltung von Ganztagsschulen und –angeboten“, erklärt Professor Eckhard Klieme vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der Sprecher des StEG-Konsortiums. Die Studie wird vom DIPF, dem Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund, dem Deutschen Jugendinstitut sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Anlässlich des heutigen Ganztagsschulkongresses von BMBF und KMK weist Professor Klieme noch einmal auf die StEG-Ergebnisse für den Zeitraum von 2005 bis 2010 hin. Dabei wurden mehr als 370 Ganztagsschulen in 14 Bundesländern untersucht. „Die Studie hat gezeigt, dass Ganztagsangebote sich positiv auf das Sozialverhalten und das Familienklima auswirken. Die Schulnoten verbessern sich jedoch nur bei entsprechender pädagogischer Qualität“, fasst Professor Klieme die wesentlichen Ergebnisse der im letzten Jahr veröffentlichten Studie zusammen.

Negative Auswirkungen seien nicht gefunden worden, während sich die positiven Effekte vor allem bei regelmäßiger Teilnahme und hoher Angebotsqualität eingestellt hätten. Daran knüpfe nun die StEG Fortsetzungsstudie an und untersuche Qualitätsmerkmale der Angebote sowie Einflüsse auf die Entwicklung der Schüler, führt Klieme aus. Am Institut für Internationale Pädagogische Forschung werde ergänzend in einer Interventionsstudie die Wirkung von Ganztagsangeboten auf Leseleistung und Lesefreude in der Sekundarstufe I erforscht.

Eine umfassende Ergebnisbroschüre findet man kostenlos unter www.projekt-steg.de
Der umfassende Ergebnisband ist neu erschienen und im Buchhandel erhältlich:
Fischer, N., Holtappels, H. G., Klieme E., Rauschenbach, T., Stecher, L. & Züchner, I. (Hrsg.). (2011). Ganztagsschule: Entwicklung, Qualität, Wirkungen. Längsschnittliche Befunde der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). Weinheim: Juventa
Weitere Informationen: www.projekt-steg.de, e-mail: steg@dipf.de
Professor Dr. Eckhard Klieme, DIPF, Sprecher des StEG-Konsortiums
Dr. Natalie Fischer, DIPF, StEG-Koordinatorin
Pressekontakt und Interviewanfragen: Stefanie Lotz, Tel. +49 (0) 69 / 247 08-133, e-mail: lotz@dipf.de

Stefanie Lotz | idw
Weitere Informationen:
http://www.dipf.de/
http://www.projekt-steg.de/

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